Boeing 747-8

„Königin der Lüfte“ trägt Namen Niedersachsen

Die Niedersachsenflotte in Europas größtem Luftverkehrskonzern zählt zwei Dutzend Airbus-, Boeing- und Bombardier-Jets unterschiedlicher Größe.

Die Niedersachsenflotte in Europas größtem Luftverkehrskonzern zählt zwei Dutzend Airbus-, Boeing- und Bombardier-Jets unterschiedlicher Größe.

Hannover. Die 24 Jets der Niedersachsenflotte im Lufthansa-Konzern bekommen einen neuen Anführer: Am Donnerstag kommender Woche (22.) wird Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin einen Super-Jumbo vom Typ Boeing 747-8 Intercontinental auf den Namen „Niedersachsen“ taufen. Das teilte die Staatskanzlei am Wochenende in Hannover mit. Der Flieger sei das derzeit längste Passagierflugzeug der Welt, Experten sprechen auch von der „Königin der Lüfte“. Das Flugzeug wird den Namen des Bundeslandes und das Landeswappen mit dem Niedersachsenross in vierter Generation tragen und löst eine Boeing 747-400 ab, wie die Lufthansa berichtete.

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Die Niedersachsenflotte in Europas größtem Luftverkehrskonzern zählt zwei Dutzend Airbus-, Boeing- und Bombardier-Jets unterschiedlicher Größe. Neben dem Anführer mit dem Namen Niedersachsen, der 1973 erstmals abhob, lässt die Lufthansa auch die Stadtnamen Braunschweig, Buxtehude, Celle, Cuxhaven, Delmenhorst, Emden, Goslar, Göttingen, Hameln, Hannover, Helmstedt, Hildesheim, Langenhagen, Lingen, Lüneburg, Nordenham, Oldenburg, Osnabrück, Salzgitter, Stade, Verden, Wolfsburg und Wilhelmshaven durch die Welt fliegen. Die Benennung nach Orten ist nichts Ungewöhnliches. Bei der Bundeswehr etwa tragen Schiffe ebenfalls den Namen von Städten oder Bundesländern.

Für die Lufthansa-Gruppe arbeiten rund 118 000 Menschen. Die Airline steckt derzeit mitten in einem Sparprogramm. Die Billigflieger und die arabischen Staatsairlines sorgen für permanente Konkurrenz, schwankende Kerosinpreise erschweren die Planbarkeit der Geschäfte, und auf dem Heimatmarkt nagten zuletzt wieder Streiks am Ergebnis.

Bei der Namensvergabe orientiert sich Lufthansa nach eigenen Angaben „an der historischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung des betreffenden Ortes. Auch Städte, die in besonderer Weise mit der Luftfahrt oder Lufthansa verbunden sind, finden Berücksichtigung.“

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Es werde darauf geachtet, dass die Einwohnerzahl der relativen Größe des Fliegers entspricht. So fliegt eine Boeing 747-8 auch als "Brandenburg", ein kleiner Airbus A321 heißt beispielsweise "Stade".
Derzeit heben gut 300 Lufthansa-Flugzeuge mit dem Namen deutscher Städte und Bundesländer ab. Niedersachsen steht mit seinen Namen also für etwa acht Prozent Anteil. Taufpaten können übrigens beruhigt sein - Patenschaften sind bei der Lufthansa eine dauerhafte Institution. Einmal im Kreis der Patenstädte aufgenommen, geht der Name stets auf ein neues Flugzeug über, wenn die alte Maschine ausgemustert wird.

dpa

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