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9811 Fehlstunden im letzten Schuljahr

Meist fällt Mathematik und Deutsch aus

Heute kein Unterricht: Eltern in Niedersachsen haben im vergangenen Schuljahr 9815 ausgefallene Stunden gezählt.

Heute kein Unterricht: Eltern in Niedersachsen haben im vergangenen Schuljahr 9815 ausgefallene Stunden gezählt.

Hannover.Laut Elternaufzeichnungen sind in Niedersachsen im vergangenen Schuljahr mehr als 9800 Schulstunden ausgefallen, die meisten in Deutsch (1366), Englisch (1253) und Mathematik (1072). In 71 Prozent der Fälle gab es nicht einmal eine Vertretung. Am stärksten betroffen vom Unterrichsausfall waren die Jahrgänge 6 und 7.

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Kernfächer Mathe, Deutsch und Englisch fallen oft aus

Für die Unternehmerverbände Niedersachsen ist die Bilanz des vor einem Jahr an den Start gegangenen Portals www.fehlstunden-nds.de „erschreckend“. Hauptgeschäftsführer Volker Müller sagt: „Wir verspielen die Zukunft unserer Kinder durch Unterrichtsausfälle. Wo sollen die Fachkräfte von morgen herkommen, wenn heute ihr Mathe- und Deutschunterricht ausfällt? In diesen Kernfächern sollen doch die Grundlagen gelegt werden.“

Das Fehlstundenportal hatte Sindy Czaja, eine dreifache Mutter aus der Wedemark bei Hannover, eingerichtet. Vorbild war eine Elterninitiative aus Schleswig-Holstein.

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Gymnasien stark betroffen

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hatte zum Schuljahresauftakt gesagt, dass die Gymnasien mit rund 100 Prozent Unterrichtsversorgung weiterhin den besten Wert aller Schulformen hätten. Für UVN-Geschäftsführer Müller zeigen die von Eltern erfassten Fehlstunden ein anderes Bild: Zwei Drittel des Unterrichtsausfalls betrafen im Schuljahr 2017/18 Gymnasien, gefolgt von Gesamtschulen. Da die Gymnasien erneut zahlreiche Lehrer an andere Schulen abordnen müssten, sei in diesem Schuljahr nicht mit einer Besserung zu rechnen, meint Müller. Und tatsächlich: Schon am Donnerstag, den ersten Tag des neuen Schuljahres, gingen zwei Fehlmeldungen bei dem Onlineportal ein.

Die Unternehmer fordern, dass das Land die Unterrichtsversorgung an allen Schulformen sicherstellt, die Zahl der Plätze für Lehramtsstudenten erhöht und den Lehrerberuf für Nachwuchs attraktiver macht.

Von Saskia Döhner

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