Vorwurf der Vetternwirtschaft

Nach RBB-Affäre: NDR will Auftragsvergabe sensibler behandeln

Am NDR-Hochhaus hängen in Hamburg-Lokstedt zwei Logos mit der Aufschrift „NDR“.

Am NDR-Hochhaus hängen in Hamburg-Lokstedt zwei Logos mit der Aufschrift „NDR“.

Hannover. Unter dem Eindruck der RBB-Krise zu Vorwürfen der Vetternwirtschaft will der Norddeutsche Rundfunk (NDR) seine Auftragsvergabe künftig sensibler behandeln. Vor allem dann, wenn die potenziell Beauftragten persönliche Beziehungen zu Sendermitarbeitern haben, wie der öffentlich-rechtliche ARD-Sender mitteilte.

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Der NDR ergänzte zudem am Mittwoch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Das NDR Compliance Board wird nun prüfen, ob die bisherigen Regelungen noch ausreichen.“ Die Beauftragung von Angehörigen von NDR-Mitarbeitenden solle jedoch grundsätzlich möglich bleiben, wenn es dafür inhaltlich und fachlich nachvollziehbare und gut dokumentierte Gründe gebe: „Noch mehr Transparenz ja, Berufsverbot nein.“

Vorwurf der Vetternwirtschaft

Hintergrund des NDR-Vorstoßes ist ein „Bild“-Bericht zu einem Vetternwirtschafts-Vorwurf zu einem Musikberater, wonach dieser für den Sender tätig und zugleich Lebensgefährte einer Senderdirektorin sei. Der NDR betonte, das Engagement des Beraters sei gemäß der Compliance-Regelungen rechtmäßig und zulässig gewesen. Die Geschäftsbeziehung sei nicht über die Direktorin vermittelt worden. Die persönliche Beziehung sei im Sender bekannt gewesen.

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Zugleich hieß es: Auch wenn der Fall zulässig gewesen sei, werde der NDR „die Handhabung bei solchen Beauftragungen in Zukunft vor dem Hintergrund der Geschehnisse beim RBB noch sensibler behandeln, vor allem wenn es persönliche Beziehungen zu Mitgliedern der

Von RND/dpa

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