Nordsee

Großeinsatz wegen vermisstem Seemann: Suche eingestellt

Der Seenotrettungskreuzer „Anneliese Kramer“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Der Seenotrettungskreuzer „Anneliese Kramer“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Helgoland. Seenotretter hatten am Sonnabend mit großem Aufgebot nach einem vermissten Seemann auf der Nordsee gesucht. Der 41-jährige Mann von den Philippinen war vermutlich über Bord gestürzt und zuletzt am frühen Samstagmorgen gesehen worden, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte.

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Das fast 400 Meter lange Containerschiff „HMM Gdansk“ (Flagge: Panama) hatte zuvor über den UKW-Sprechfunk-Not- und Anrufkanal 16 einen „Mayday“-Ruf (unmittelbare Lebensgefahr) abgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt befand es sich etwa 30 Seemeilen (rund 56 Kilometer) nordnordwestlich von Helgoland auf dem Weg nach Hamburg.

Groß angelegte Suche nach Seemann

Die Seenotretter sendeten ein sogenanntes „Mayday Relay“. Dadurch wird die gesamte Schifffahrt in dem Seegebiet um erhöhte Aufmerksamkeit und Hilfe gebeten. Gleichzeitig wurde sofort eine groß angelegte Suche eingeleitet. Daran beteiligten sich die Seenotrettungskreuzer „Anneliese Kramer“ der DGzRS-Station Cuxhaven und die „Hans Hackmack“, die derzeit auf der DGzRS-Station Deutsche Bucht/Helgoland im Einsatz ist.

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Außerdem beteiligten sich viele weitere Schiffe an der Suchaktion. Mit dabei unter anderem: die Mehrzweckschiffe „Neuwerk“ und „Mellum“ der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, das Fischereischutzboot „Seefalke“ und das Fischereiforschungsschiff „Walther Herwig III“ der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), der Hochseeschlepper „Nordic“, das Bundespolizeischiff „Bad Düben“, das Vermessungs- und Forschungsschiff „Atair“ des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), das Zollschiff „Helgoland“, mehrere Windparkschiffe (Crew Transfer Vessel) und das Containerschiff „Bianca Rambow“. Aus der Luft unterstützten den Einsatz ein niederländisches Ölüberwachungsflugzeug, ein Such- und Rettungshubschrauber der Deutschen Marine, ein Hubschrauber der Bundespolizei, ein Hubschrauber von NHC Northern Helicopter sowie einer von Wiking Helikopter.

Seenotretter stellen Suche ein

Trotz der groß angelegten Suche musste der Einsatz am frühen Abend mit Einbruch der Dunkelheit erfolglos eingestellt werden – „bis zum Eintreffen neuer Erkenntnisse“, wie es hieß.

Auch am Sonntag gab es zunächst keine neuen Erkenntnisse, deshalb wurde nicht mehr nach dem Seemann gesucht. Die Wahrscheinlichkeit, den 41-Jährigen noch lebend zu finden, sei sehr gering, sagte ein Sprecher der DGzRS.

Von RND/dpa

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