Nordsee-Insel

Pottwal-Skelett ist neue Attraktion auf Wangerooge

Das Tier war vor einem Jahr vor der Küste der ostfriesischen Insel gestrandet und verendet.

Das Tier war vor einem Jahr vor der Küste der ostfriesischen Insel gestrandet und verendet.

Wangerooge. Der niederländische Tierpräparator Aart Walen und sein Team hatten den toten Wal nach der Strandung Anfang 2016 fast ein Jahr von Überresten gereinigt. Danach wurden die Knochen wie bei einem überdimensionalen Puzzle für den Wiederaufbau vorbereitet. Anfang 2016 waren in der Nordsee 30 junge Pottwale gestrandet und verendet, zwei davon am Wangerooger Strand. Einer von ihnen ist nunmehr als Ausstellungsstück auf die Insel zurückgekehrt. Es soll nach den Worten von Bürgermeister Dirk Lindner (parteilos) das Müllproblem der Meere verdeutlichen, das auch als Bedrohung für die heimischen Schweinswale gilt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Im Verdauungstrakt gestrandeter Pottwale wurde Plastikmüll bis hin zu verknäuelten Fischernetzen gefunden. An den Gesamtkosten von 80 000 Euro für die Herrichtung des Skeletts hat sich die Niedersächsische Wattenmeerstiftung mit 40 000 Euro beteiligt. „Wale veranschaulichen die Schönheit, wie auch die Verletzbarkeit der Natur“, sagte Niedersachsens Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz (Grüne) auf Wangerooge. Sie hatte vor einem Jahr die Bergung des Kadavers am Inselstrand beobachtet. „Neben einem toten Wal zu stehen ist eine Erfahrung, die ich niemandem wünsche“, sagte Kottwitz. Umweltministerium und Nationalparkverwaltung wollten ihre Anstrengungen beim Meeres- und Artenschutz verstärken und gegen Müll im Meer vorgehen.

dpa

Mehr aus Der Norden

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen