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Clubhaus

Rocker beziehen alten Bauernhof in Haren

„Das sind nicht unbedingt nette Jungs“: No-Surrender-Mitglieder.

„Das sind nicht unbedingt nette Jungs“: No-Surrender-Mitglieder.

Haren.In Haren an der Ems könnte es demnächst unruhig werden. Irgendwo im Stadtgebiet haben sich auf einem alten Bauernhof neue Nachbarn niedergelassen, die von Justiz und Polizei aus den nur wenige Kilometer entfernten Niederlanden vertrieben wurden. „No Surrender“ (Keine Kapitulation), eine berüchtigte Rockergruppe, brauchte eine neue Unterkunft. Zuvor hatten am vergangenen Freitag Polizei und Justiz das Clubhaus der Rocker im niederländischen Emmen durchsucht und beschlagnahmt.

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Die Begründung der niederländischen Behörden für die Razzia gibt Anlass zur Sorge: Das Clubhaus sei ein „Brutnest für Drogen und Gewalt“, zitiert das „Algemeen Dagblad“ (AD) aus einer Mitteilung. Unter anderem sollen dort verstoßene Clubmitglieder bedroht und misshandelt worden sein. Die Vereinsräume seien Treffpunkt für Drogengeschäfte gewesen, außerdem habe es Erpressungen gegeben. Der Bürgermeister von Emmen hat den Abriss verfügt, da das Clubhaus ohne Genehmigung gebaut worden war.

„Seid ihr gut drauf?“

Anfang der Woche verkündete dann Rockerpräsident Henk Kuipers auf seiner Facebook-Seite die Eröffnung des neuen Clubhauses in Haren. Dazu stellte er ein Handyvideo, auf dem johlende Männer zu sehen sind. „Seid ihr gut drauf?“, fragt Henk. Außerdem, so erzählte es der Rockerboss der Zeitung AD, habe das neue Clubhaus etliche Vorzüge, die das alte nicht geboten habe: Gasanschluss, fließend Wasser und Strom. Und schließlich sei es sogar näher an seinem Wohnort Klazienaveen. „Es ist quasi um die Ecke. Ich habe noch nie so nah am Clubhaus gewohnt.“ Bei der Einrichtung haben die Freunde vom No-Surrender-Chapter MC Darkside aus Haren geholfen.

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Nach Angaben der Landesregierung gehört No Surrender zu fünf in Niedersachsen bekannten sogenannten Outlaw Motorcycle Gangs wie Hells Angels oder Bandidos. Die Polizei im Emsland ist gewarnt. „Wir haben ein waches Auge darauf“, sagte ein Sprecher, der nicht verraten wollte, wo das Haus steht. „Das sind nicht unbedingt nette Jungs, wenn ich das den Mitteilungen der Kollegen aus Holland richtig entnommen habe.“

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