Hamburg

„Rote Flora“-Eigentümer zahlungsunfähig

Der Eigentümer des linksautonomen Kulturzentrums „Rote Flora“ ist insolvent.

Der Eigentümer des linksautonomen Kulturzentrums „Rote Flora“ ist insolvent.

Hamburg. Nach Angaben des Gerichts hatte eine Gläubigerin Mitte April einen entsprechenden Antrag gestellt. Im Anschluss daran war der Hamburger Rechtsanwalt Nils G. Weiland zunächst zum vorläufigen und nun zum tatsächlichen Insolvenzverwalter bestellt worden. Hintergrund des Verfahrens sind Steuerstreitigkeiten, wie Kretschmers Berater Gert Baer Mitte Mai erklärt hatte. Laut Gericht sind die Gläubiger nun aufgefordert, beim Insolvenzverwalter unverzüglich all ihre Ansprüche anzumelden.

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Eine Gläubigerversammlung ist für den 19. August terminiert.  Kretschmer liegt wegen der „Roten Flora“ seit Monaten im Clinch mit der Stadt. Der SPD-Senat will das seit bald 25 Jahren besetzte ehemalige Theater zur Wahrung des Friedens in der Stadt von Kretschmer zurückkaufen - was dieser verweigert. Er möchte stattdessen auf dem Grundstück am Schulterblatt ein fünf- bis sechsgeschossiges, kommerzielles Kulturzentrum errichten und hat entsprechende Bauvoranfragen gestellt.

Für die Stadt stellt dies einen Vertragsbruch dar, da jede Veränderung an dem Gebäude vorher von ihr abgesegnet werden müsse. Die Stadt klagt deshalb gegen Kretschmer auf einen Zwangsrückkauf. Statt der bisher gebotenen 1,1 Millionen Euro will sie nun aber nur noch den 2001 von Kretschmer bezahlten Preis in Höhe von umgerechnet 190 000 Euro überweisen.

dpa

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