Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Neuer Stadt-Service

Sanduhr statt Parkschein – Cloppenburger Alternative ist erfolgreich

Mit der Sanduhr können Autofahrer seit dem Anfang Mai auf kostenpflichtigen Parkplätzen in Cloppenburg für 15 Minuten kostenlos parken.

Mit der Sanduhr können Autofahrer seit dem Anfang Mai auf kostenpflichtigen Parkplätzen in Cloppenburg für 15 Minuten kostenlos parken.

Cloppenburg. Einen guten Monat nach der Einführung von Sanduhren für Kurzparker in Cloppenburg zieht die Verwaltung der Kreisstadt ein positives Fazit. „Wir hatten 2500 Sanduhren gekauft, das hat drei Werktage gedauert, dann waren die weg“, sagte Fachbereichsleiter Reinhard Riedel aus dem Rathaus. Es gebe sogar Firmen, die bis zu 150 Sanduhren als Werbegeschenke haben wollten. Die seien auf die nächste Lieferung Anfang Juli vertröstet worden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Positives Feedback der Bürger

Seit Mai können Bürger für schnelle Besuche beim Bäcker oder dem Zeitungsladen eine Sanduhr benutzen. Damit können sie 15 Minuten umsonst parken. Die speziellen Uhren gibt es für drei Euro im Bürgeramt. Sie müssen mit ihrem Saugnapf an der Seitenscheibe befestigt werden - was bereits für Kritik sorgte, denn beim Zuschlagen der Tür könnten sie von der Scheibe abfallen.

Von den Bürgern gebe es fast nur positives Feedback. Es habe aber auch schon eine Beschwerde gegeben, weil die Uhr nicht 15 Minuten lief, sondern nur 14 Minuten und 30 Sekunden, erzählte Riedel. Da ist die Stadt aber kulant: Defekte Sanduhren könnten gegen eine neue kostenlos umgetauscht werden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Auch, wenn die Uhr runterfällt oder an der Windschutzscheibe angebracht ist, drückt die Verwaltung ein Auge zu. Es gehe schließlich nur darum, dass die Kontrolleure sähen, dass jemand nur schnell eine kurze Besorgung machen wolle, sagte Riedel.

Weitere Kommunen sind interessiert

Ursprünglich sei in Cloppenburg über die Einführung einer „Brötchentaste“ am Automaten diskutiert worden. Das sei aber als zu unpraktisch empfunden worden: Schließlich müssen die Bürger dann erst zum Automaten und dann wieder zum Auto zurück. Benachbarte Kommunen haben bereits Interesse an der Sanduhr-Lösung bekundet: An diese sei Infomaterial und ein Muster der Sanduhr geschickt worden, so Riedel.

Das Parken mit einer Sanduhr ist im bayerischen Volkach schon seit 2016 möglich, in Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg bereits etwas länger. In der Ruhrgebietsstadt Datteln gab es schon einen Rechtsstreit darum, ob das Kurzzeitparken mit einer Sanduhr überhaupt zulässig ist.

Von RND/dpa

Mehr aus Der Norden

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.