17-jährige Pilotin stirbt

Segelflugzeug stürzt in Wohnhaus

Die 17-jährige Pilotin kam bei dem Absturz des Segelflugzeugs ums Leben.

Die 17-jährige Pilotin kam bei dem Absturz des Segelflugzeugs ums Leben.

Quakenbrück. Bei dem Absturz eines Segelflugzeugs in Quakenbrück im Landkreis Osnabrück ist am Sonnabendabend die 17 Jahre alte Pilotin ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Osnabrück mitteilte, war die junge Frau allein von einem örtlichen Flugplatz gestartet, dem von der Absturzstelle nicht weit entfernten Segelklub in Quakenbrück. Die Sachverständigen des Bundesamtes für Flugunfalluntersuchungen (BFU) reisten noch am Abend zur Unfallstelle. Die Ursache des Absturzes war am Sonntag noch unklar. Erste Ergebnisse soll es erst in den kommenden Tagen geben. Die Leiche der junge Frau soll heute obduziert werden. Unbestätigten Informationen zufolge war es ihr erster Flug ohne Begleitung.

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„Ein Kollege hat den Absturz als Augenzeuge beobachtet“, sagte ein Polizeibeamter. Der Kollege habe noch versucht, erste Hilfe zu Leisten – vergeblich. „Das Flugzeug ist sehr tief geflogen und hat unregelmäßige Bewegungen gemacht.“ Die Pilotin habe wohl noch versucht, auf Baumhöhe hochzuziehen und sei in einer Art Looping abgestürzt.

Der Schilderung von Augenzeugen zufolge berührte eine Tragfläche eine Hauswand und beschädigte dabei das dahinter liegende Badezimmer. In der Folge prallte das Flugzeug gegen drei weitere Häuser. Nach dem Absturz rutschte das schwerbeschädigte Segelflugzeug senkrecht vor einem Haus in einem Wohngebiet in der Quakenbrücker Neustadt. Das Heck und eine Tragfläche waren bei dem Unfall abgebrochen. „Insgesamt sind vier Häuser in Mitleidenschaft gezogen worden“, hieß es nach Angaben der Polizei. Verletzte habe es rund um die Absturzstelle nicht gegeben. Zur Höhe des entstandenen finanziellen Schadens konnten die Beamten am Wochenende noch keine Einschätzung abgeben. Die Familie der jungen Pilotin wird nach Angaben der Polizei in Osnabrück seelisch betreut. Die Straße musste für den Durchgangsverkehr gesperrt werden.

Das Technische Hilfswerk Quakenbrück hat das Wrack am Sonntag geborgen und zum Segelklub Quakenbrück transportiert, von dem aus die 17-Jährige gestartet war. Für ein Ergebnis zur Unfallursache sei es derzeit aber noch zu früh, sagte am Sonntag ein Sprecher des BFU. „Unfallstelle, Flugzeug, Zeugenaussagen und eventuell vorhandene Aufzeichnungsgeräte müssen noch ausgewertet werden.“

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Von Marscha Edmonds und Karl Doeleke

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