Naturhistorie

Stein beweist Eiszeit in Niedersachsen

Foto. Ein Gletscher in der Antarktis – so könnte es in Niedersachsen während der Eiszeit ausgesehen haben.

Ein Gletscher in der Antarktis – so könnte es in Niedersachsen während der Eiszeit ausgesehen haben.

Hannover. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass der Findling ursprünglich in Skandinavien lag. Die Gletschermassen der Eiszeit haben ihn nach Angaben der Naturhistorischen Gesellschaft Hannover (NGH) vor mindestens 120.000 Jahren bis ins heutige Niedersachsen auf den Deister gebracht. „Das ist eine Sensation“, sagte Annette Richter vom Landesmuseum in Hannover am Donnerstag. Bisher galt der Deister als der nördlichste eisfreie Höhenzug.

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Auch für die Höhe des Eises über dem flachen Land ergeben sich damit neue Erkenntnisse: Mehrere hundert Meter dick könnte die Eisschicht einmal dort gewesen sein, wo jetzt Hannover liegt. „Da sind sich die Glaziologen aber noch nicht einig“, erklärte Richter. Die Schätzungen reichten von 100 Meter bis fast einen Kilometer. Der Stein soll laut der NGH mehr als 510 Millionen Jahre alt sein.

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