Krieg gegen Ukraine

Zahlreiche Städte in Niedersachsen halten an Partnerschaften mit Russland fest

Ein Schild weist in Rheinland-Pfalz auf den "Platz der Stadt Kursk" hin. Auch niedersächsische Städte pflegen weiterhin ihre Städtepartnerschaften zu russischen Kommunen.

Ein Schild weist in Rheinland-Pfalz auf den "Platz der Stadt Kursk" hin. Auch niedersächsische Städte pflegen weiterhin ihre Städtepartnerschaften zu russischen Kommunen.

Hannover. Zahlreiche Kommunen in Niedersachsen halten trotz des russischen Angriffskrieges in der Ukraine an Partnerschaften mit Russland fest. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Wolfsburg etwa führt die Partnerschaft zur russischen Stadt Togliatti weiter, wie es hieß. Wolfsburgs Oberbürgermeister Dennis Weilmann (CDU) habe sich bereits in der vergangenen Woche mit einem Schreiben an den Stadtdirektor gewandt und seinen Dialogwunsch bekräftigt.

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Die Stadt Delmenhorst pflegt nach eigenen Angaben seit 1994 eine Städtepartnerschaft mit der russischen Stadt Borisoglebsk. Es werde nicht beabsichtigt, diese vor dem Hintergrund des Krieges zu beenden oder auszusetzen.

Mehr als 30 Jahre Freundschaft

Braunschweig zieht eine solche Beendigung oder Aussetzung ebenfalls nicht in Betracht. Seit mehr als 30 Jahren bestehe eine freundschaftliche Beziehung in die russische Stadt Kasan. Die Pressestelle der niedersächsischen Großstadt teilte mit, der Deutsche Städtetag habe sich ebenfalls gegen eine Beendigung von deutsch-russischen Partnerschaften ausgesprochen.

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Die Stadt Osnabrück will seine Beziehungen nach Twer in Zentralrussland ebenfalls aufrechterhalten, wie auch der Landkreis Grafschaft Bentheim in einen Landkreis in der Nähe von Kaliningrad.

Emden setzt Partnerschaft aus

Doch es gibt auch wenige andere Beispiele. Die Stadt Emden teilte mit, dass die Städtepartnerschaft mit der russischen Stadt Archangelsk vorübergehend ausgesetzt werde. „Der Angriff Russlands auf die Ukraine ist ein massiver Verstoß gegen das Völkerrecht“, sagte Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos). Vor diesem Hintergrund sehe man derzeit keine Grundlage, um die Partnerschaft weiterhin mit Leben zu füllen.

Die Stadt Oldenburg erläuterte, eine Partnerschaft mit der russischen Hafenstadt Machatschkala ruhe de facto bereits. Seit vielen Jahren fänden aufgrund des Bürgerkriegs im Nordkaukasus keine offiziellen Reisen mehr statt.

Die Stadt Wilhelmshaven sagte, es gebe keine Partnerstädte in Russland, jedoch eine Patenschaft mit einem russischen Segelschulschiff. Wie damit umgegangen werden soll, werde zeitnah beraten.

Von RND/dpa

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