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Früh übt sich

Neuer Star im Weltvogelpark Walsrode

Isabelle Gatzmaga, Tierpflegerin im Weltvogelpark Walsrode, trainiert mit einen wenigen Wochen alten Gänsegeier das fressen aus der Hand. Gänsegeier-Weibchen Kenia soll einmal ein Star der Weltvogelpark-Flugshow in Walsrode werden. Derzeit übt das Küken in Trainingseinheiten mit Rucksack.

Isabelle Gatzmaga, Tierpflegerin im Weltvogelpark Walsrode, trainiert mit einen wenigen Wochen alten Gänsegeier das fressen aus der Hand. Gänsegeier-Weibchen Kenia soll einmal ein Star der Weltvogelpark-Flugshow in Walsrode werden. Derzeit übt das Küken in Trainingseinheiten mit Rucksack.

Walsrode. Das erst zwei Monate alte Gänsegeier-Weibchen Kenia steht im Weltvogelpark Walsrode vor großen Aufgaben. Sie soll einmal die beiden „Onkel“ Kutte und Glatze in der Flugshow unterstützen. Dazu muss eine Ultraleichtkamera an einem Geschirr befestigt werden, die den Flug aus etwa 25 Metern Höhe aufzeichnet. So können Besucher den Park aus der Vogelperspektive betrachten.

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Damit sich Kenia möglichst früh mit dem Gerät vertraut macht, führen die Tierpfleger sie behutsam an die ersten Übungen heran. „Es geht darum, sie von klein auf an das Geschirr um den Bauch zu gewöhnen“, sagt Pfleger German Alonso. „Mittlerweile lässt sie sich das gefallen.“ Morgens wird der kleine Rucksack angebracht, abends wieder abgenommen. Zudem muss sich der kleine Greifvogel an eine Kiste gewöhnen, in der sie eines Tages auf einen Hubwagen in 20 bis 25 Meter Höhe getragen wird, um dann mit Kamera freigelassen zu werden.

Kenia soll sich nach und nach an Menschen gewöhnen

Beim Training hilft auch, dass Kenia bereits früh eine Bindung zu Menschen aufgebaut hat. Als das Elternpaar immer wieder von benachbarten Kolkraben beim Brüten gestört wurde, nahmen die Biologen das Ei aus dem Nest und ließen es in einer Brutmaschine ausbrüten. Derzeit ist sie für Besucher in der Vogelbabystation zu sehen.

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„Zur kommenden Saison 2023 können die Besucher Kenia höchstwahrscheinlich in der Flugshow erleben“, sagt Anne Densow, Biologin im Weltvogelpark. Bei solchen Projekten stehe das Tierwohl an oberster Stelle. Kenia soll sich nach und nach an Menschen gewöhnen und ein Vertrauensverhältnis zu den Trainern aufbauen.

Im weitläufigen Park leben etwa 4000 Vögel von 650 Arten - und damit ist er auch der Geburtsort vieler anderer Jungvögel. Vier gesunde Kolkraben wurden kürzlich geboren. Die Eltern störten die Gänsegeier nicht nur bei der Brut, sondern übernahmen auch gleich ihren Brutplatz. Kurze Zeit später fanden die Pfleger mehrere Eier im Nest.



Von RND/dpa

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