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Von Duos und Ringelschwänzen

Michael B. Berger

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Huch, wie ist das spannend. Ab kommender Woche läuft der Countdown in der Reihe „Germanys next Polittopmodel“ – diesmal ohne Heidi Klum aber mit Thorsten Schäfer-Gümbel und seinen beiden wunderbaren Co-Vorsitzenden Manuela Schwesig und Malu Dreyer. Also, Freunde, wer macht’s? Wer „rockt“ die SPD? Die Kombination Gesine Schwan und Kevin Kühnert ist nicht ohne Reiz, Harald and Maude lassen grüßen. Aber Gesine Schwan und Stephan Weil wäre auch nicht ohne und ließe den Niedersachsen, der sich jetzt mit großen Interviews in Stellung bringt, jugendlicher wirken. Nicht ohne Reiz auch Stephan Weil und Franziska Giffey, aber vermutlich ein Duo ohne Doktortitel. Oder Lars Klingbeil und Erhard Eppler, auch ein interessantes Duo, weil ohne Frau. Oder sollte man nicht doch wieder Sigmar Gabriel aus der Versenkung im Rammelsberg holen? Das hätte dann eine transatlatische Note....

Kannibalismus oder Kopieren?

Fragen über Fragen. Immerhin soll jetzt bei Niedersachsens Schweinen das Zeitalter der Grausamkeiten enden, obwohl viele Bauern betonen, nur aus Gründen des Tierschutzes weiter den Ferkeln das hübsche Ringelschwänzchen abzuschneiden. Aber Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hat jetzt unerbittlich verkündet: „Ringelschwänze sollen dranbleiben – schrittweiser Ausstieg aus dem Kupieren.“ Das klingt schon wieder nach der berüchtigten Salamitaktik, die in Ungarn entwickelt wurde und ein eher scheibchenweisenhaftes Vorgehen beschreibt, das für den Ringelschwanz auch nichts Gutes verheißt. Für Schweinehalter stellt sich jetzt die Frage, Sein oder Nicht-Sein, Kannibalismus oder Kupieren? Doch keine Sau hört ihnen zu.

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Die Landwirtschaftsministerin geht übrigens bald auf Sommerreise. Wie überhaupt fast alle Politiker sich jetzt wieder auf Sommerreisen begeben, um an unbewachten Badestränden Passanten zu erschrecken oder bei hohem Stand der Sonne zu fragen, wer denn nun den längsten Schatten wirft. Niedersachsens ML-Tour (steht für Ministerium der Landwirtschaft) hat den stabreimenden Titel „Von der Wurstküche bis zum Walderlebnis“ gewählt. Das könnte doch auch als Obertitel der SPD-Vorsitzendensuche durchgehen.

Was dem Lande frommt

Und sonst? Wasser trinken, viel Wasser trinken, noch mehr Wasser trinken. Rät sogar Niedersachsens Regierungschef, der sich sonst gern als Bier trinkender „Arbeiter im Weinberg des Herrn“ vorstellt, auf Facebook. Wer mag da sagen, guter Rat sei teuer? Apropos Rat. Eine Art Rat der Weisen hat sich Landesherr Weil auch zusammengestellt. Sechs Frauen und sechs Männer sollen zu den allseits beliebten Themen wie „Klimawandel, fortschreitende Digitalisierung und erhebliche demografische Veränderungen“ zusammenstellen, was bis 2030 dem Lande frommt. „Sehr konkrete Handlungsoptionen“ sollen herauskommen. Da sind wir echt gespannt.

Von Michael B. Berger

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