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Was ist giftig?

Quecksilberthermometer zerbrochen: Die aus einem zerbrochenen Thermometer freigesetzte Quecksilberdampfmenge ist gering, Vergiftungen durch zerbrochene Quecksilberthermometer sind daher sehr, sehr selten. Aber: Kinder sind besonders empfindlich. Um ein dauerhaftes Einatmen von Quecksilberdampf über Wochen oder Monate zu vermeiden, sollten Sie so viele Kügelchen wie möglich vom Boden entfernen: größere Kügelchen können Sie aufsammeln (Pappkarten oder feinporiger Schwamm), in einen verschließbares Gefäß füllen und bei einer Sammelstelle abgeben (gelegentlich nehmen auch Apotheken Quecksilberreste an). Kleinere Kügelchen können mit dem Staubsauger eingesaugt werden; der Beutel sollte anschließend ausgetauscht werden. Während und bis 15-30 Minuten nach dem Saugen sollte der Raum gut gelüftet werden. Nur wenn eine größere Zahl an Kügelchen in Ritzen oder anderen schwer zugänglichen Bereichen der Wohnung verschwunden ist, ist es ratsam ein Absorptionsmittel anzuwenden. Das Mittel reagiert mit Quecksilber und verhindert so die weitere Abgabe von Quecksilberdampf.
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Quecksilberthermometer zerbrochen: Die aus einem zerbrochenen Thermometer freigesetzte Quecksilberdampfmenge ist gering, Vergiftungen durch zerbrochene Quecksilberthermometer sind daher sehr, sehr selten. Aber: Kinder sind besonders empfindlich. Um ein dauerhaftes Einatmen von Quecksilberdampf über Wochen oder Monate zu vermeiden, sollten Sie so viele Kügelchen wie möglich vom Boden entfernen: größere Kügelchen können Sie aufsammeln (Pappkarten oder feinporiger Schwamm), in einen verschließbares Gefäß füllen und bei einer Sammelstelle abgeben (gelegentlich nehmen auch Apotheken Quecksilberreste an). Kleinere Kügelchen können mit dem Staubsauger eingesaugt werden; der Beutel sollte anschließend ausgetauscht werden. Während und bis 15-30 Minuten nach dem Saugen sollte der Raum gut gelüftet werden. Nur wenn eine größere Zahl an Kügelchen in Ritzen oder anderen schwer zugänglichen Bereichen der Wohnung verschwunden ist, ist es ratsam ein Absorptionsmittel anzuwenden. Das Mittel reagiert mit Quecksilber und verhindert so die weitere Abgabe von Quecksilberdampf.

Blumenwasser getrunken: Außer eines schlechten Geschmacks und möglichen leichteren Magen-Darm-Beschwerden, sind in diesem Fall keine weiteren Symptome zu erwarten. Aber: Wurden zusätzlich Pflanzenteile oder Düngemittel aufgenommen sollte ein Giftinformationszentrum kontaktiert werden.
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Blumenwasser getrunken: Außer eines schlechten Geschmacks und möglichen leichteren Magen-Darm-Beschwerden, sind in diesem Fall keine weiteren Symptome zu erwarten. Aber: Wurden zusätzlich Pflanzenteile oder Düngemittel aufgenommen sollte ein Giftinformationszentrum kontaktiert werden.

Kind verschluckt Inhalt von Knicklichtern: In diesen Fällen kommt es häufig zu einer Schleimhautreizung mit brennendem Gefühl im Mund und leichten Magen-Darm-Symptomen. Wird der Inhalt eines ganzen Knicklichts verschluckt, so reicht die Gabe von etwas Flüssigkeit in der Regel aus. Wurde eine größere Menge verschluckt oder kommt es zu mehr/anderen Symptomen, sollte ein Arzt/Giftinformationszentrum kontaktiert werden.
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Kind verschluckt Inhalt von Knicklichtern: In diesen Fällen kommt es häufig zu einer Schleimhautreizung mit brennendem Gefühl im Mund und leichten Magen-Darm-Symptomen. Wird der Inhalt eines ganzen Knicklichts verschluckt, so reicht die Gabe von etwas Flüssigkeit in der Regel aus. Wurde eine größere Menge verschluckt oder kommt es zu mehr/anderen Symptomen, sollte ein Arzt/Giftinformationszentrum kontaktiert werden.

Versehentlich Entkalkerflüssigkeit getrunken: Hilfreich für die Beratung ist in diesem Fall der Produktname des verwendeten Entkalkers, anhand dessen wir die jeweiligen Inhaltsstoffe bzw. deren Konzentration in aller Regel klären können. Haben Erwachsene eine kleine Menge eines verdünnten, reizenden Entkalkers zu sich genommen, reicht es meistens etwas Flüssigkeit nachzutrinken. Es kann zu leichten Magen-Darm-Beschwerden oder einer leichten Schleimhautreizung kommen, eine Arztvorstellung ist in der Regel nicht notwendig. Wurde ein ätzendes Produkt verschluckt, kommt es zu mehr als leichten Magen-Darm-Symptomen oder haben Säuglinge/Kinder etwas Entkalkerflüssigkeit verschluckt, so sollte ein Arzt/Giftinformationszentrum kontaktiert werden.
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Versehentlich Entkalkerflüssigkeit getrunken: Hilfreich für die Beratung ist in diesem Fall der Produktname des verwendeten Entkalkers, anhand dessen wir die jeweiligen Inhaltsstoffe bzw. deren Konzentration in aller Regel klären können. Haben Erwachsene eine kleine Menge eines verdünnten, reizenden Entkalkers zu sich genommen, reicht es meistens etwas Flüssigkeit nachzutrinken. Es kann zu leichten Magen-Darm-Beschwerden oder einer leichten Schleimhautreizung kommen, eine Arztvorstellung ist in der Regel nicht notwendig. Wurde ein ätzendes Produkt verschluckt, kommt es zu mehr als leichten Magen-Darm-Symptomen oder haben Säuglinge/Kinder etwas Entkalkerflüssigkeit verschluckt, so sollte ein Arzt/Giftinformationszentrum kontaktiert werden.

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Kind hat ein Stück Lametta verschluckt: Besteht das Lametta aus metallisiertem Kunststoff oder Alufolie, so ist eine kleine Probiermenge in der Regel unproblematisch. Lametta, das aus Stanniol besteht kann hingegen Blei enthalten. In den Fällen, in denen Stanniollametta gegessen wurde, das Kind gehustet hat oder eine große Menge Lametta verschluckt wurde, sollte ein Giftinformationszentrum/Arzt kontaktiert werden.
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Kind hat ein Stück Lametta verschluckt: Besteht das Lametta aus metallisiertem Kunststoff oder Alufolie, so ist eine kleine Probiermenge in der Regel unproblematisch. Lametta, das aus Stanniol besteht kann hingegen Blei enthalten. In den Fällen, in denen Stanniollametta gegessen wurde, das Kind gehustet hat oder eine große Menge Lametta verschluckt wurde, sollte ein Giftinformationszentrum/Arzt kontaktiert werden.

Das Kind hat etwas Sonnencreme probiert: Im Fall eines handelsüblichen Sonnenschutzes genügt es in der Regel, dem Kind ein paar Schluck Wasser/Tee anzubieten. Mitunter sind hier maximal leichte Magen-Darm-Symptome zu erwarten, die keine ärztliche Vorstellung erfordern. In Fällen, in denen die Kinder eine größere Menge zu sich genommen haben oder auffallende Symptome zeigen, sollte ein Arzt/Giftinformationszentrum kontaktiert werden.
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Das Kind hat etwas Sonnencreme probiert: Im Fall eines handelsüblichen Sonnenschutzes genügt es in der Regel, dem Kind ein paar Schluck Wasser/Tee anzubieten. Mitunter sind hier maximal leichte Magen-Darm-Symptome zu erwarten, die keine ärztliche Vorstellung erfordern. In Fällen, in denen die Kinder eine größere Menge zu sich genommen haben oder auffallende Symptome zeigen, sollte ein Arzt/Giftinformationszentrum kontaktiert werden.

Von Kreuzotter gebissen: Viele Bisse der Kreuzotter verlaufen harmlos, wenn beim Biss kein oder kaum Gift ausgeschieden wird. Eine Arztvorstellung ist allerdings immer zu empfehlen, um die Wunde untersuchen und ggf. eine Impfung gegen Tetanus durchführen zu lassen. Häufig kommt es nach einem Kreuzotterbiss zu einer Reaktion in der Umgebung der Bisstelle (Schwellung des Gewebes, Hautveränderungen). Bei starkem Ausmaß der Beschwerden kann die Gabe eines Gegengiftes angezeigt sein. Dieses Gegengift (Antiserum oder Antikörper-Präparat) kann nur im Rahmen einer stationären Behandlung in einer Klinik engewandt werden. Die behandelnde Ärzte haben einen schnellen Zugriff auf diese Gegenmittel oder können die Verfügbarkeit in der Nähe in Giftinformationszentren erfragen. In den vergangenen Jahrzehnten gab es in Europa nur wenige Todesfälle durch Kreuzotterbisse in Europa; in Deutschland ist in den vergangenen 30 Jahren nur ein Fall aus dem Jahr 2004 bekannt: Eine hochbetagte Frau ist kurz nach dem Biss einer Kreuzotter auf Rügen verstorben.
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Von Kreuzotter gebissen: Viele Bisse der Kreuzotter verlaufen harmlos, wenn beim Biss kein oder kaum Gift ausgeschieden wird. Eine Arztvorstellung ist allerdings immer zu empfehlen, um die Wunde untersuchen und ggf. eine Impfung gegen Tetanus durchführen zu lassen. Häufig kommt es nach einem Kreuzotterbiss zu einer Reaktion in der Umgebung der Bisstelle (Schwellung des Gewebes, Hautveränderungen). Bei starkem Ausmaß der Beschwerden kann die Gabe eines Gegengiftes angezeigt sein. Dieses Gegengift (Antiserum oder Antikörper-Präparat) kann nur im Rahmen einer stationären Behandlung in einer Klinik engewandt werden. Die behandelnde Ärzte haben einen schnellen Zugriff auf diese Gegenmittel oder können die Verfügbarkeit in der Nähe in Giftinformationszentren erfragen. In den vergangenen Jahrzehnten gab es in Europa nur wenige Todesfälle durch Kreuzotterbisse in Europa; in Deutschland ist in den vergangenen 30 Jahren nur ein Fall aus dem Jahr 2004 bekannt: Eine hochbetagte Frau ist kurz nach dem Biss einer Kreuzotter auf Rügen verstorben.

Kind hat Parfum getrunken: Der toxikologisch relevante Inhaltsstoff ist in diesen Fällen Alkohol. Unter den Voraussetzungen, dass das Parfum in Deutschland erworben wurde, das Kind nur einen Schluck der scharf schmeckenden Flüssigkeit getrunken hat und keine Symptome zeigt, empfehlen die Gift-Experten eine häusliche Beobachtung und Maßnahmen zur Anhebung des Blutzuckers (z.B. die Gabe von gesüßter Flüssigkeit, Brot usw.). Wurde mehr als ein Schluck getrunken, zeigt das Kind Symptome oder stammt das Parfum aus dem Ausland, so sollte ein Arzt/Giftinformationszentrum kontaktiert werden.
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Kind hat Parfum getrunken: Der toxikologisch relevante Inhaltsstoff ist in diesen Fällen Alkohol. Unter den Voraussetzungen, dass das Parfum in Deutschland erworben wurde, das Kind nur einen Schluck der scharf schmeckenden Flüssigkeit getrunken hat und keine Symptome zeigt, empfehlen die Gift-Experten eine häusliche Beobachtung und Maßnahmen zur Anhebung des Blutzuckers (z.B. die Gabe von gesüßter Flüssigkeit, Brot usw.). Wurde mehr als ein Schluck getrunken, zeigt das Kind Symptome oder stammt das Parfum aus dem Ausland, so sollte ein Arzt/Giftinformationszentrum kontaktiert werden.

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Versehentlich Desinfektionsmittel für den Pool eingeatmet: Dies kann zu starken Schleimhautreizungen und behandlungsbedürftigen Lungensymptomen führen. Die Gift-Experten empfehlen daher, die Produkte im Freien zu öffnen und ein direktes Einatmen des Desinfektionsmittels zu vermeiden.
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Versehentlich Desinfektionsmittel für den Pool eingeatmet: Dies kann zu starken Schleimhautreizungen und behandlungsbedürftigen Lungensymptomen führen. Die Gift-Experten empfehlen daher, die Produkte im Freien zu öffnen und ein direktes Einatmen des Desinfektionsmittels zu vermeiden.

Nadeln von Nordmanntanne gekostet: Die Nordmanntanne (Abies nordmanniana) ist auf der offiziellen Giftpflanzenliste des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vom 17. April 2000 (Bundesanzeiger v. 06.05.2000, Jahrgang 52, Nr. 86, S. 8517) nicht verzeichnet. Diese Liste enthält ausschließlich Pflanzen, die auch bei Aufnahme geringer Mengen an Pflanzenmaterial mittelschwere bis schwere Vergiftungen beim Menschen verursachen können. Es wird davor gewarnt, die Pflanzen der Liste an Plätzen anzupflanzen oder aufwachsen zu lassen, die Kindern als Aufenthalts- und Spielort dienen. Die Tatsache, dass die Nordmanntanne in dieser Liste nicht verzeichnet ist, weist auf ein eher geringes Vergiftungsrisiko hin. In der Falldatenbank des GIZ-Nord sind für den Zeitraum von Januar 1996 bis Dezember 2012 insge­samt acht Fälle verzeichnet, bei denen es zu einer oralen Aufnahme von Nadeln oder anderen Teilen der Nordmanntanne gekommen war. In keinem Fall wurde von Beschwerden berichtet.
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Nadeln von Nordmanntanne gekostet: Die Nordmanntanne (Abies nordmanniana) ist auf der offiziellen Giftpflanzenliste des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vom 17. April 2000 (Bundesanzeiger v. 06.05.2000, Jahrgang 52, Nr. 86, S. 8517) nicht verzeichnet. Diese Liste enthält ausschließlich Pflanzen, die auch bei Aufnahme geringer Mengen an Pflanzenmaterial mittelschwere bis schwere Vergiftungen beim Menschen verursachen können. Es wird davor gewarnt, die Pflanzen der Liste an Plätzen anzupflanzen oder aufwachsen zu lassen, die Kindern als Aufenthalts- und Spielort dienen. Die Tatsache, dass die Nordmanntanne in dieser Liste nicht verzeichnet ist, weist auf ein eher geringes Vergiftungsrisiko hin. In der Falldatenbank des GIZ-Nord sind für den Zeitraum von Januar 1996 bis Dezember 2012 insge­samt acht Fälle verzeichnet, bei denen es zu einer oralen Aufnahme von Nadeln oder anderen Teilen der Nordmanntanne gekommen war. In keinem Fall wurde von Beschwerden berichtet.

 
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