Roaming im Vergleich: Mobile Daten sind in Deutschland teuer

E-Mails checken, Onlineshopping oder Musikstreaming: Das Smartphone ist unterwegs immer dabei.

Wer in Deutschland unterwegs surfen, streamen oder das Smartphone als Navi benutzen möchte, muss für seine mobilen Daten vergleichsweise tief in die Tasche greifen. Wie ein Vergleich der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (VZBV) zeigt, sind die Preise für mobiles Internet in Deutschland im Vergleich zu anderen EU-Staaten deutlich höher.

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Zwar sind die Kosten für mobile Daten in den vergangenen Jahren gesunken, doch bleiben die Preise in Deutschlands Mobilfunknetz überdurchschnittlich hoch. Zeitweise zahlten deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher im Schnitt etwa dreimal so viel wie Endkunden in anderen europäischen Ländern.

Günstige Preise sind für Verbraucher relevant

Für den Vergleich haben Marktbeobachterinnen und Marktbeobachter über vier Jahre die durchschnittlichen Mobilfunkpreise der europäischen Länder mit dem größten Bruttoinlandsprodukt (Deutschland, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Italien und Spanien) sowie drei weitere EU-Staaten, in denen Verbraucher besonders günstig das mobile Internet nutzen können (Rumänien, Estland und Polen), untersucht. Die Ergebnisse hat die VZBV in einem Gutachten festgehalten.

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Günstige Preise sind laut der VZBV verbraucherrelevant, denn die Menschen nutzen das mobile Internet immer mehr. In Deutschland wurden beispielsweise 2019 noch 2,76 Milliarden Gigabyte verbraucht, 2020 stieg die Nutzung bereits auf 3,97 Milliarden Gigabyte. Da mehr als 80 Prozent der über 14-Jährigen in Deutschland das mobile Internet nutzen, dienen „verbraucherfreundliche, europaweit wettbewerbsfähige Preise für mobiles Internet der Daseinsvorsorge“, so die VZBV.

Mobile Daten kosten in Deutschland und Spanien am meisten

Der Durchschnittspreis für ein Gigabyte mobiles Datenvolumen betrug in Deutschland im Jahr 2019 3,35 Euro und hat sich damit seit 2016 mehr als halbiert – damals lag der Preis noch bei 6,88 Euro. Genauso teuer war die Datennutzung 2019 in England, etwas weniger kostete sie in Frankreich (3,18 Euro) und etwas mehr in Spanien (3,58 Euro).

Besonders günstig ist der VZBV zufolge das mobile Internet in Italien (1,65 Euro), Estland (1,33 Euro) und Rumänien (1,21 Euro). Am wenigsten kostet das Datenvolumen allerdings in Polen – wo 2016 ein Gigabyte noch 4,26 Euro gekostet hat, lag der Durchschnittspreis 2019 bei gerade einmal 83 Cent.

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Trotz Schwankungen sei der Durchschnittspreis für ein Gigabyte mobiles Datenvolumen in Deutschland im Vergleich zu den anderen Ländern in den Jahren 2017 und 2018 der höchste, 2016 und 2019 nach Spanien der zweithöchste, so die VZBV.

Reine Datentarife sind besonders teuer

Besonders reine Datentarife, also ohne Zusatzleistungen wie Telefonieren oder SMS, variieren in der EU stark und sind in Deutschland besonders teuer. Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen laut einer Stichprobe für zwölf Gigabyte mobiles Datenvolumen bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten monatlich 17,49 Euro im günstigsten Tarif. In Spanien beispielsweise kosten zehn Gigabyte mobiles Datenvolumen 12 Euro monatlich, im Vereinigten Königreich sind es 13,82 Euro.

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