Facebook verbietet Werbung von Impfgegnern

Facebook startet ein Informationspaket zum Thema Impfungen.

Facebook startet ein Informationspaket zum Thema Impfungen.

Facebook hat angekündigt, keine Anzeigen mehr zu erlauben, die von Impfungen und Impfstoffen abraten. Stattdessen will das Unternehmen mit Informationskampagnen über Grippeimpfungen aufklären, wie es in einem Blogbeitrag von Dienstag heißt. Zunächst soll Nutzern in den USA gezielt die nächstgelegene Impfstelle angezeigt werden. Auch will Facebook Erinnerungen an die Grippeimpfung im Newsfeed einblenden. Künftig soll die Kampagne auf weitere Länder ausgeweitet werden. Kritik an Maßnahmen der Politik in Hinblick auf Impfungen dürfen weiterhin verbreitet werden.

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„Unser Ziel ist es, Botschaften über die Sicherheit und Wirksamkeit von Impfstoffen einer breiten Gruppe von Menschen zugänglich zu machen und gleichzeitig Anzeigen mit Fehlinformationen zu verbieten, die den Bemühungen um die öffentliche Gesundheit schaden könnten“, schrieben Kang-Xing Jin, Leiter des Bereichs Gesundheit, und Rob Leathern, Direktor des Produktmanagements für das Anzeigenteam bei Facebook.

Facebook geht verstärkt gegen Verschwörungstheorien vor

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) begrüßte diesen Schritt: „Zugang zu verlässlichen Informationen ist wichtig, um die Akzeptanz von sicheren und wirksamen Impfstoffen zu gewährleisten. Wir begrüßen die Aktualisierung der Impfstoff-Werberichtlinien von Facebook, die Anzeigen verbieten, die Menschen davon abhalten, sich impfen zu lassen“, teilte Aleksandra Kuzmanovic, Social Media Managerin bei der WHO, mit. Für die Informationskampagne arbeitet Facebook mit der WHO und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) zusammen. Auch will die Plattform die Organisationen mit Daten über die Ansichten seiner Nutzer gegenüber dem Thema Impfungen unterstützen.

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Bereits im Frühjahr hatte Facebook angekündigt, härter gegen Impfgegner vorzugehen. Damals gab das Netzwerk an, Gruppen und Seiten, die falsche Informationen über Impfungen verbreiten, im Newsfeed weniger prominent anzuzeigen. In den vergangenen Wochen hat die Plattform zudem weitere Anstrengungen unternommen, um bestimmte Inhalte, Gruppen und Beiträge von seiner Plattform zu verbannen. Auch gegen Verschwörungstheorien wie die Qanon-Bewegung ist das Netzwerk verstärkt vorgegangen. Mehrere Hundert Gruppen und Accounts wurden auf Instagram und Facebook gelöscht.

RND/mkr

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