App oder Aktenordner: Wann Versicherungs-Apps sinnvoll sind

Versicherungen digital zu verwalten, ist bequem. Wer seine Policen in eine App lädt, schließt oft auch einen Maklervertrag ab.

Versicherungen digital zu verwalten, ist bequem. Wer seine Policen in eine App lädt, schließt oft auch einen Maklervertrag ab.

Düsseldorf. Egal ob Hausrat- und Haftpflicht-, Kranken- oder Kfz-Versicherung – viele Menschen haben ihre Versicherungsunterlagen nach wie vor in Aktenordnern abgeheftet. Inzwischen gibt es aber auch digitale Angebote. Sie ermöglichen eine einfache Verwaltung der verschiedenen Policen.

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Wer seine Verträge lieber digital verwalten möchte, für den können Versicherungs-Apps eine Lösung ein, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Was viele dabei aber nicht bedenken: Die Apps sind in der Regel nicht einfach nur digitale Versicherungsordner. Meist wird ein Vertrag mit Versicherungsmaklern abgeschlossen, die die hinterlegten Verträge in den eigenen Bestand holen können.

Keine voreiligen Entscheidungen treffen

Auch wenn die Registrierung in der App meist schnell und unkompliziert ist – Interessierte sollten die Angebote gründlich prüfen und überlegen, ob sie einen Maklervertrag eingehen wollen.

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Der Grund: Die App ist dann meist die alleinige Kontaktstelle für die Beratung und auch die Abwicklung eines Schadensfalls. Die bisherigen Berater und Beraterinnen haben in der Regel keinen Zugriff mehr auf die Verträge. Das ist nicht jedem App-Nutzer vorher bewusst und oft auch nicht gewollt.

Vertragsschluss genau abwägen

Wem es wichtig ist, für seine Versicherungen einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort zu haben, sollte seine Verträge eher nicht über eine App verwalten, raten die Verbraucherschützer. Wer hingegen bereits viele Dienstleistungen online abwickelt und auf den persönlichen Draht zur Versicherung verzichten kann, kann von der digitalen Lösung profitieren.

Allerdings gilt: Verbraucherinnen und Verbraucher müssen bei den digitalen Angeboten bedenken, dass Informationen über sie erhoben und zum Beispiel für Werbung genutzt werden können. Jeder sollte also auch hinterfragen, wie die Anbieter Geld verdienen, zu welchen Zwecken die Daten genutzt und wo sie gespeichert werden. Hier kann ein Blick in die Datenschutzhinweise helfen.

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RND/dpa

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