"JuliensBlog"

Youtuber für Volksverhetzung verurteilt

Foto: Youtuber "JuliensBlog" in seinem Video "Juliens Bibelkunde #4 – Kains Brudermord".

Youtuber "JuliensBlog" in seinem Video "Juliens Bibelkunde #4 – Kains Brudermord".

Tecklenburg. Der Youtuber Julien muss eine Geldstrafe von 15.000 Euro zahlen, weil er im Mai 2015 hetzerische Aussagen in einem Video veröffentlichte. Außerdem verurteilte ihn das Amtsgericht Tecklenburg zu einer Bewährungsstrafe von acht Monaten. "Es handelt sich hier um Volksverhetzung und einen Verstoß gegen Paragraph 130, Absatz 3 im Strafgesetzbuch", sagte Karin Gabriel, die Direktorin des Amtsgerichts Tecklenburg, dem Nachrichtenmagazin "Spiegel".

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In dem Video "GDL (Bahnstreik)" machte "JuliensBlog" seinem Ärger über den Bahnstreik mit Nazi-Vergleichen Luft. "Vergasen sollte man diese Mistviecher. Wisst ihr noch, wie die Juden in Zügen nach Auschwitz transportiert wurden? Man sollte die Zugführer alle dahinbringen. Ich fahr' auch den Zug und zwar umsonst - und werde nicht einmal streiken." Das Video zeigte Menschen in Zügen und leere Gaskammern. Die Staatsanwaltschaft erließ aufgrund dieser Aussagen einen Strafbefehl.

"Ich mag's mir nicht vorstellen, wie Juden, die Auschwitz entkommen sind, oder Angehörige von ermordeten Juden den Clip empfinden", betont der verantwortliche Richter gegenüber der Zeitung "Westfälische Nachrichten".

Kontroverse Diskussionen bei Twitter

In den sozialen Netzwerken wird die Verurteilung des Youtubers kontrovers diskutiert. Die meisten Nutzer des Kurznachrichtendienstes Twitter befürworten das Strafmaß, kritisieren aber die mediale Aufmerksamkeit, die dem YouTuber so zuteil wird.

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Unter dem Hashtag "#freejuliensblog" werden die Aussagen des Bloggers verteidigt. Gegenüber den "Westfälischen Nachrichten" hatte sich der 27-jährige Julien gerechtfertigt, seine Aussagen seien "witzig gemeint" gewesen.

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HAZ

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