Limousine und SUV

Edelstromer Nio ET5 und EL7: Die chinesische Offensive geht weiter

Nios Mittelklasselimousine ET5 ist ab sofort in Deutschland zu bestellen.

Nios Mittelklasselimousine ET5 ist ab sofort in Deutschland zu bestellen.

Kaum wurde der Nio ET7 in Deutschland präsentiert, geht es bei den Chinesen im Luxussegment schon weiter. Mit dem SUV EL7, das wegen zu großer Namensnähe zum Audi S7 in Deutschland seinen ursprünglichen Namen ES7 ändern musste, ist ab Januar zu rechnen.

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Ab sofort bestellbar ist die Mittelklasselimousine ET5. Der 4,79 Meter lange Fünftürer ähnelt seinem größeren Schwestermodell, wirkt aber deutlich filigraner. Dank des Radstands von 2,88 Metern bietet der Fünfsitzer Raum wie eine Oberklasselimousine mit Verbrennungsmotor.

Beschleunigt wird der ab März 2023 in Deutschland erwartete ET5 von zwei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 360 kW/490 PS, die jeweils eine Achse antreiben und somit einen Allradantrieb generieren. Das Drehmoment wird mit 700 Newtonmetern angegeben. Der Limousine beschleunigt in 4,3 Sekunden auf 100 km/h.

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Das fünfsitzige SUV EL7 wird ebenfalls von zwei Elektromotoren angetrieben, die wie im Nio ET7 hier 480 kW/654 PS leisten und 850 Newtonmeter Drehmoment bereitstellen.

Auch der ET5 und der EL7 werden nicht zu kaufen, sondern ausschließlich im Leasing, vor allem für Gewerbe­treibende, und im Abonnement erhältlich sein. Das spezielle Abomodell sieht wahlweise eine feste Variante mit Laufzeiten von zwölf bis 60 Monaten zum festen Preis oder eine Flex-Variante mit Laufzeiten von einem bis 60 Monaten zu einer anfangs sehr hohen, über die Zeit aber fallenden Rate vor. Hier kann das Abo monatlich gekündigt werden.

Der Nio ES7 wird im Ausland als EL7 angeboten.

Der Nio ES7 wird im Ausland als EL7 angeboten.

Festrate beginnt bei 1000 Euro

Für den ET5 mit der 75-kW/h-Batterie beginnt das Flex-Abo ab 1250 Euro, wobei Kosten für Versicherung oder Winterräder inkludiert sind. Die Festrate startet bei 1000 Euro. Das SUV EL7 kostet im Abonnement ab 1670 Euro (Flex) beziehungsweise 1300 Euro (Festrate).

Beide Modelle verfügen wie der Nio ET7 wahlweise über einen Akku mit 75 oder 100 kW/h Reichweite. Im ersten Halbjahr 2023 soll für alle drei Modelle eine weitere Batterie mit 150 kW/h Kapazität angeboten werden – eine Semifeststoff-Batterie, die als technische Neuheit bezeichnet wird. Mit ihr sollen Reichweiten bis an die 1000-Kilometer-Grenze ermöglicht werden. Allerdings wurde diese Zahl bislang noch nicht in der Praxis beziehungsweise in unabhängigen Tests verifiziert.

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Wie das Spitzenmodell ET7 sind durch das Gleichteilesystem auch die beiden kommenden Fahrzeuge swap­fähig. Das heißt, sie können ebenfalls an einer der noch größtenteils im Aufbau oder Planung befind­lichen Stationen ihre Batterien innerhalb von fünf Minuten vollautomatisch austauschen lassen.

In China hat Nio bereits mehr als 1200 solcher sogenannter Swap-Stations gebaut. In Deutschland sind bisher erst drei am Start, in Berlin, in der Nähe von Düsseldorf und an der A 8 in Bayern. Noch in diesem Jahr will Nio in Europa auf 20 Stationen kommen, im Jahr 2023 sollen es 120 sein. Da die Marke bislang nur in Norwegen, Dänemark, Schweden und Deutschland am Start ist, wird laut Nio-Deuschland-Geschäftsführer Ralph Krantz der „größte Teil“ der neuen Stationen in Deutschland entstehen.

Wechselstationen an Autobahnen und in Wohngebieten

Die Wechselstationen sollen vor allem entlang der Autobahnen platziert werden, um so auch längere Reisen ohne Reichweitenangst oder langwieriges Nachladen zu ermöglichen. Zudem will Krantz Stationen an den Einfahrtschneisen großer Städte sowie in Stadteilen mit hohem Altbauanteil errichten, wo meist eine gut situierte Klientel wohnt, es aber anderseits wenig Möglichkeiten für den Einbau eine eigenen Wallbox gibt. Der Aufbau des Netzes wird allerdings Zeit kosten, weil die Stationen recht groß sind und Platz sowohl in den Städten als auch an Autobahnraststätten knapp ist.

RND/SP-X

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