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„Eine astronomisch hohe Zahl“: Mehr als 900.000 Covid-Tote in den USA

Kaplan Elias Mena (l) betet für einen Corona-Patienten, der auf eine Palliativstation des Krankenhauses «Providence Holy Cross Medical Center» im Stadtteil Mission Hills verlegt wurde, während Krankenpfleger Nikki De La Cruz (im Vordergrund) den Patienten überwacht. (Archivbild)

Washington. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA mittlerweile bereits mehr als 900.000 Menschen an und mit dem Virus gestorben. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Erst vor weniger als zwei Monaten war die traurige Wegmarke von 800.000 Toten erreicht worden. Täglich kommen derzeit im Durchschnitt mehr als 2400 Todesopfer pro Tag dazu, ähnlich viele wie im vergangenen Winter, als die Impfkampagne in den USA gerade Fahrt aufnahm. Experten wie Andrew Noymer, Professor für Öffentliche Gesundheit an der Universität von Kalifornien in Irvine, rechnen mit einer Million Toten bis zum 1. März.

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„Es ist eine astronomisch hohe Zahl“, die zu Beginn der Pandemie wohl niemand für möglich gehalten hätte, sagte Ashish K. Jha, Dekan des Instituts für Öffentliche Gesundheit an der Brown University. Traurig sei vor allem, dass die meisten der Toten nach Zulassung des ersten Impfstoffs zu beklagen gewesen seien. Die Wissenschaft habe ihren Teil getan, aber auf gesellschaftlicher Ebene habe man versagt.

Nur 64 Prozent sind vollständig geimpft

Etwa 212 Millionen Amerikaner - nur 64 Prozent der Gesamtbevölkerung - gelten als vollständig geimpft, wie aus Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. US-Präsident Joe Biden rief in einer Stellungnahme vom Freitagabend (Ortszeit) die Bürger wieder auf, sich impfen zu lassen. 250 Millionen Menschen der US-Bevölkerung hätten sich impfen lassen, um sich, Angehörige und Mitglieder ihrer Gemeinde zu schützen. Mehr als eine Million Leben seien dadurch gerettet worden.

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In keinem anderen Land der Welt sind so viele Menschen an oder mit dem Virus gestorben wie in den USA. Als die Impfungen in den USA Mitte Dezember 2020 starteten, waren es rund 300.000, Mitte Juni 2021 waren es 600.000, am 1. Oktober 700.000 und am 14. Dezember 800.000.

Tatsächliche Todeszahlen liegen wohl höher

Experten und Expertinnen gehen zudem davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Toten noch viel höher liegt, weil die Betroffenen auch andere Leiden hatten, die als Todesursache geführt wurden. Gleichzeitig gibt es auch indirekt mit Corona zusammenhängende Todesfälle, weil einige sich wegen Herzerkrankungen, Diabetes oder anderen Leiden nicht behandeln lassen konnten oder das nicht wollten. Das Coronavirus ist inzwischen die dritthäufigste Todesursache in den USA, hinter Herzkrankheit und Krebs.

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Während die Zahl der Toten weiter zunimmt, geht in mindesten 49 von 50 US-Staaten die Zahl der täglichen Neuinfektionen laut den Forschern der Johns-Hopkins-Universität kontinuierlich zurück. Seit Mitte Januar ist sie landesweit um fast eine halbe Million gesunken. Der 50. US-Staat, Maine, meldete, dass dort die Zahl in der vergangenen Woche ebenfalls zurückgegangen sei.

Die Zahl der Amerikaner, die wegen Covid-19 in Krankenhäusern behandelt werden müssen, ist seit Mitte Januar um 15 Prozent auf etwa 124.000 gefallen. Grund dafür, dass die Todesfälle trotzdem zunehmen, ist, dass sich ein Abflachen der Infektionskurve erst zeitverzögert in den Totenzahlen niederschlägt.

RND/AP

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