Auch in anderen Städten

Shanghai und Peking: Neue Corona-Massentests und Beschränkungen angeordnet

Immer wieder Massentests: Menschen stehen Anfang Juni in einer Schlange für Corona-Tests an einem Teststand.

Peking. Einwohnerinnen und Einwohner in Teilen von Shanghai und Peking müssen sich erneut Massentests auf das Coronavirus unterziehen. Nachdem neue Corona-Fälle entdeckt worden waren, ordneten beide Städte weitere Testrunden an, während in Hongkong, Macau und anderen chinesischen Städten weiterhin strenge Beschränkungen galten.

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Der jüngste Ausbruch wurde mit einem Karaoke-Salon in Verbindung gebracht, der es nicht nur versäumt hatte, Präventionsmaßnahmen bei Mitarbeitenden und Kundinnen und Kunden durchzusetzen, sondern auch die Rückverfolgung möglicher Kontaktpersonen unterließ. Alle ähnlichen Etablissements wurden von der Tourismusbehörde vorläufig geschlossen. Wohnblöcke, in denen Fälle auftreten, werden weiterhin isoliert, während bis mindestens Donnerstag Massentests in den meisten der 16 Bezirke der Stadt angeordnet wurden. In Shanghai ging gerade erst ein strenger Lockdown zu Ende, der fast alle der 24 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner wochenlang in ihren Wohnungen festhielt.

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Peking und Xi‘an

Auch in Peking wurde ein Corona-Ausbruch auf Kontakte im Nachtleben zurückgeführt: Im Vorort Shunyi, in dem viele Ausländerinnen und Ausländer leben, wurde mindestens eine Wohnanlage mit einem Stahlzaun abgesperrt, um die Bewohnerinnen und Bewohner am Verlassen des Gebäudes zu hindern.

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In der Stadt Xi’an im Norden des Landes schlossen öffentliche Vergnügungsstätten, und Restaurants durften ab Mittwoch nur noch Speisen zum Mitnehmen ausgeben. Die 13 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner hatten bereits im Winter einen der strengsten Lockdowns in China überstanden. Die Maßnahmen seien nur vorübergehend, teilte die Stadtverwaltung mit. Supermärkte, Büros, öffentliche Verkehrsmittel und andere Einrichtungen blieben geöffnet, wobei routinemäßige Tests, wie Temperaturkontrollen, durchgeführt werden sollten.

Macao und Hongkong

In der chinesischen Sonderautonomieregion Macao wurde das Grand Lisboa Hotel abgeriegelt und mehr als ein Dutzend Wohn- und Geschäftszentren als „rote Zonen“ ausgewiesen. Zugang war fast ausschließlich Rettungskräften vorbehalten. Mit Ausnahme der Kasinos, der Haupteinnahmequelle und den größten Arbeitgebern der Stadt, ordneten die Behörden die Schließung der meisten Einrichtungen an. Die 650.000 Einwohnerinnen und Einwohner müssen sich diese Woche drei stadtweiten Corona-Tests unterziehen. Der Ausbruch ist der größte seit Beginn der Pandemie, mit mehr als 900 gemeldeten Infektionen seit Mitte Juni.

Auch das benachbarte Hongkong verzeichnet seit Mitte Juni steigende Corona-Infektionszahlen, mit durchschnittlich 2000 Infektionen pro Tag in der vergangenen Woche. Der neue Regierungschef der Stadt, John Lee, lehnte am Mittwoch die Idee ab, die Menschen müssten mit dem Coronavirus leben. Er folgte damit den chinesischen Behörden, die weiterhin an ihrer „Null-Covid“-Politik festhalten. Lee sagte jedoch, dass die Behörden unter anderem prüften, ob die obligatorische Quarantäne für ankommende Reisende verkürzt werden könne.

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China meldete am Mittwoch 353 Neuinfektionen im Inland, 241 davon asymptomatisch. Shanghai verzeichnete innerhalb von 24 Stunden 24 neue Fälle, Peking fünf.

RND/AP

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