Corona-Impfstoff: Paul-Ehrlich-Institut rät Allergikern nicht generell von Impfung ab

Bekannte Allergien gegenüber Lebensmitteln und Medikamenten sind laut der EMA-Zulassung keine Kontraindikation gegen den derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoff.

Bekannte Allergien gegenüber Lebensmitteln und Medikamenten sind laut der EMA-Zulassung keine Kontraindikation gegen den derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoff.

Langen. Anders als die britischen Behörden sieht das deutsche Paul-Ehrlich-Institut (PEI) keine “generelle Kontraindikation” für Allergiker, die sich gegen Corona impfen lassen wollen. Das sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.

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Schwere allergische Reaktionen in Großbritannien und den USA

In Großbritannien und den USA war es nach Beginn der Impfungen mit dem Impfstoff „Comirnaty“ der Unternehmen Biontech und Pfizer zu schweren allergischen Reaktionen gekommen, mindestens eine Frau musste auf der Intensivstation behandelt werden. Die britischen Behörden empfehlen daher, Menschen nicht zu impfen, die schon einmal eine schwere allergische Reaktion auf einen Impfstoff, ein Medikament oder auf ein Lebensmittel hatten. In der Zulassungs-Studie waren Patienten mit schweren Allergien ausgeschlossen worden.

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Mögliche Auslöser der beobachteten schwerwiegenden Reaktionen könnten der Wirkstoff oder eingesetzte Hilfsstoffe sein. Dazu gehörten die PEG (Polyethylenglykol)-haltigen Nanopartikel, in denen der Wirkstoff verpackt ist. Personen, die bereits wissen, dass sie eine Allergie gegen Inhaltsstoffe des Impfstoffes haben, sollten auch PEI und EMA zufolge nicht geimpft werden.

Eine generelle Warnung nach Vorbild der britischen Behörden hat das deutsche Institut aber nicht ausgesprochen. Bei Menschen, die auf die erste Dosis allergisch reagieren, soll eine zweite Dosis nicht verabreicht werden. Das Robert Koch-Institut empfiehlt Risikopersonen nach der Impfung 30 Minuten lang zu beobachten.

RND/dpa

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