Studie: Corona-Impfung ohne negative Folgen für Leistungssportler

Ein weißes Fußballtrikot mit der Aufschrift Covid-19 hängt über der Balustrade eines gesperrten Sportplatzes.

Ein weißes Fußballtrikot mit der Aufschrift Covid-19 hängt über der Balustrade eines gesperrten Sportplatzes.

Skepsis gegenüber der Impfung gegen Covid-19 gibt es immer wieder – auch im Hochleistungssport. Jüngstes Beispiel: Der Fußball-Profiligist Joshua Kimmich, der lange Zeit damit zögerte, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Eine neue Studie hat vor diesem Hintergrund nun den Einfluss der Corona-Impfung explizit auf die sportliche Leistung untersucht – und gibt noch einmal speziell für Profisportler und Profisportlerinnen Entwarnung.

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Dafür haben Forschende des Londoner Institute of Sport die Daten von 127 Athleten und Athletinnen analysiert, die in diesem Jahr an den Olympischen oder Paralympischen Spielen in Tokio teilgenommen haben. Alle ließen sich zwischen Mai und September mit dem Mittel von Biontech/Pfizer impfen. Das Ergebnis: Bei den Spitzensportlern und Spitzensportlerinnen sei die Impfung mit dem Impfstoff von Biontech gut verträglich und mit wenigen Nebenwirkungen verbunden gewesen. „Wenn Nebenwirkungen auftraten, waren diese nur von kurzer Dauer und beeinträchtigten nicht die sportliche Betätigung“, resümieren die Forschenden in ihrer Studie, die Anfang Dezember in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht wurde.

Die Impfung leiste einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Sportlerinnen und Sportler gesund bleiben. Sie erfolge in der Regel auch ohne Unterbrechung des Trainingsplans. „Der Schutz von Spitzensportlern vor einer Sars-CoV-2-Infektion ist wichtig“, betonen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und verweisen auf das weitaus größere Gesundheitsrisiko durch eine Corona-Infektion ohne Impfschutz. Ein Bericht aus dem Jahr 2021 zeige, dass etwa jede und jeder Vierte einen Monat nach Beginn der Infektion nicht vollständig zum Sport zurückgekehrt sei.

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Kein Trainingsausfall durch die Corona-Impfung

Das Training auf längere Sicht für die Impfung unterbrechen zu müssen ist wesentlich weniger wahrscheinlich. 73 Prozent der Sportler und Sportlerinnen berichteten in der Studie von keinen oder nur geringen Auswirkungen auf ihre Trainingsfähigkeit. 8 Prozent der Befragten gaben am Tag der Impfung zwar an, sich nicht fit genug für das Training zu fühlen – fast alle kehrten am Folgetag aber schon wieder zurück. Männer und Frauen reagierten dabei ähnlich. Die für ein bis zwei Tage nach der Injektion beobachteten Nebenwirkungen ähnelten den erwartbaren Impfreaktionen aus den Zulassungsstudien und Beobachtungsdaten von Gesundheitsbehörden weltweit. Sehr häufig wurde von Armschmerzen an der Einstichstelle berichtet, häufiger von Müdigkeit, Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Kopfschmerzen.

Die Ergebnisse ließen zudem vermuten, dass nach der Impfung eine schnelle Fortsetzung des Sports sinnvoll sein könnte, heißt es in der Analyse. Die Forschenden vermuten, dass der Sport die Ausbildung der Immunantwort verbessere. Es brauche aber weitere Studien, um diese Beobachtung zu belegen. Ein wenig Schonung direkt nach der Impfung ist aber ratsam. So schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Aufklärungsmerkblatt zur Impfung mit den mRNA-Impfstoffen: „In den ersten Tagen nach der Impfung sollten außergewöhnliche körperliche Belastungen und Leistungssport vermieden werden.“

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