Krankenkasse: Jüngere immer häufiger von Rückenleiden betroffen

Ein Mann hält sich vor Schmerzen die Hände an den Rücken. Gerade Jüngere sind vermehrt davon betroffen.

Ein Mann hält sich vor Schmerzen die Hände an den Rücken. Gerade Jüngere sind vermehrt davon betroffen.

Hannover. Probleme mit dem Kreuz treffen längst nicht mehr nur ältere Menschen. Jüngsten Daten zufolge sind vor allem immer mehr jüngere Erwachsene wegen Beschwerden an Rücken, Schulter und Nacken in ärztlicher Behandlung, wie die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) am Donnerstag anlässlich des Tages der Rückengesundheit (15. März) mitteilte. Im Zeitraum von 2009 bis 2019 sei der Anteil der Diagnose „Rücken“ bei den 25- bis 29-Jährigen um zehn Prozent gestiegen. Bei den Männern ist es sogar ein Anstieg um mehr als ein Fünftel.

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Bei den 30- bis 34-Jährigen stieg die Zahl um fast acht Prozent. Und auch die 40- bis 49-Jährigen seien zunehmend von Rückenproblemen geplagt, hieß es. Einzig bei Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 19 Jahren gingen die Arztbehandlungen den Angaben zufolge um fast sieben Prozent zurück. Bundesweit liege die Steigerungsrate der Rückenleiden im betrachteten Zeitraum über alle Altersgruppen hinweg bei mehr als sechs Prozent. Männer seien dabei mit einem Plus von gut zwölf Prozent im Schnitt stärker betroffen als Frauen mit knapp fünf Prozent.

Experte: „Kernursache für Rückenbeschwerden ist Bewegungsmangel“

Das Rückgrat sei nicht für den modernen, körperlich meist inaktiven Alltag gemacht, sagte KKH-Sportexperte Ralf Haag: „Den dominiert langes Sitzen, und das ist Gift für unseren Rücken.“ Bei etlichen Menschen führe das zu Rückenschmerzen. Manch einer verordne sich dann Schonung, doch das könne genau der falsche Weg sein, sagte Haag. „Eine Kernursache für Rückenbeschwerden ist Bewegungsmangel. Wer sich zu wenig bewegt, riskiert, dass die Muskulatur verkümmert und daher die Wirbelsäule nicht optimal stützen kann.“

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Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten Erwachsene mindestens zweieinhalb Stunden in der Woche moderat bis intensiv körperlich aktiv sein, Kinder mindestens eine Stunde pro Tag. Wer sich danach richte, könne eine Reihe gesundheitlicher Risiken wie Bluthochdruck, Diabetes oder einen Bandscheibenvorfall erheblich verringern. Nicht nur der Rücken werde durch regelmäßige Bewegung gekräftigt. Der Sport stabilisiere Muskeln und Knochen insgesamt.

RND/epd

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