Studie zum Sitzverhalten: 30 Minuten Bewegung am Tag senken das Sterberisiko

Nach dem Arbeitstag am Schreibtisch bietet sich ein Spaziergang oder ein kleines Workout an, um die Sitzstunden wieder auszugleichen.

Nach dem Arbeitstag am Schreibtisch bietet sich ein Spaziergang oder ein kleines Workout an, um die Sitzstunden wieder auszugleichen.

Den ganzen Tag am Schreibtisch und schon wieder das Schrittziel nicht erreicht: Spätestens seit dem vergangenen Jahr kennen viele Menschen, die von zu Hause arbeiten, dieses Problem. Wissen­schaft­lerinnen und Wissenschaftler haben nun untersucht, wie viel Bewegung nötig ist, um einen Tag am Schreibtisch auszugleichen. Die Ergebnisse wurden im „British Journal of Sports Medicine“ veröffentlicht.

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Sterberisiko nimmt mit erhöhter Aktivität ab

Mithilfe einer Metaanalyse von früheren Studien haben die Forscher und Forscherinnen Fitness­daten von 44.370 Personen ausgewertet und mit der Mortalitäts­rate der Probandinnen und Probanden verglichen. Dabei wurden keine Werte berücksichtigt, die von den Teilnehmenden selbst angegeben worden waren, sondern Datensätze von Fitness­trackern herangezogen.

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Die Analyse ergab, dass das Sterbe­risiko bei Menschen deutlich erhöht war, wenn sie den Großteil der Zeit sitzen. Bei Menschen mit mäßiger bis intensiver Betätigung nahm das Risiko, früher zu versterben, hingegen ab.

30 bis 40 Minuten Bewegung am Tag reichen meist aus

Doch wie viel Bewegung ist nun nötig, um die negativen gesund­heitlichen Auswirkungen einer Büro­­tätigkeit auszugleichen? Auch das haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersucht. Das Ergebnis: Wer sich am Tag 30 bis 40 Minuten lang einigermaßen intensiv betätigt, kann sein Sterberisiko wieder so weit reduzieren wie Personen, die nicht so viel sitzen.

Als Bewegungs­beispiele nennen die Expertinnen und Experten Rad­fahren, zügiges Gehen oder auch Haus­halts­aufgaben wie Garten­arbeit. Auch Treppen­steigen statt Aufzug­fahren, Spielen mit Kindern und Haus­tieren, Yoga oder Tanzen werden als Möglichkeiten genannt, wie man sich mehr bewegen kann.

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Bewegungsbedarf je nach Alter und Körpertyp unterschiedlich

Dabei sei es jedoch schwierig, Empfehlungen für alle Alters­gruppen und Körper­typen zu geben. „Wir sind uns zum Beispiel noch immer nicht im Klaren darüber, wo genau die Grenze für zu viel Sitzen liegt. Aber die Forschung auf diesem Gebiet schreitet schnell voran, und wir werden hoffentlich in ein paar Jahren Antworten haben“, so die Forscher und Forscherinnen in ihrem Bericht.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte kürzlich globale Leitlinien zur körperlichen Aktivität und dem Sitz­verhalten. Dort empfehlen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von sechs Kontinenten pro Woche 150 bis 300 Minuten mäßig intensiver oder 75 bis 150 Minuten intensiver körperlicher Aktivität, um Bewegungs­mangel entgegen­zu­wirken. Wer dies nicht auf Anhieb schafft, soll den Forschern und Forscherinnen zufolge klein anfangen und sich dann steigern.

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