Belastung fürs Herz

Warme Bäder nicht zu lange ausdehnen

Wärmebäder haben vor allem einen positiven Effekt auf die Gelenke. Länger als 30 Minuten sollte man jedoch nicht im heißen Wasser bleiben. Dies könnte Herz und Blutgefäße zu stark belasten. Fotograf: Patrick Seeger

Wärmebäder haben vor allem einen positiven Effekt auf die Gelenke. Länger als 30 Minuten sollte man jedoch nicht im heißen Wasser bleiben. Dies könnte Herz und Blutgefäße zu stark belasten. Fotograf: Patrick Seeger

Berlin. Für viele ist es ein herrliches Gefühl, sich in ein Becken mit warmem Wasser gleiten zu lassen. Die Schwerkraft wirkt darin nicht mehr so stark, die Gelenke werden gewärmt und dadurch beweglicher, der Blutdruck sinkt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

In vielen Thermalbädern warnen allerdings Schilder davor, zu lange im heißen Nass zu bleiben. "Der Körper wird ganz ähnlich gefordert wie bei 75 Watt auf einem Fahrradergometer", erläutert Prof. Andreas Michalsen, Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin. Deswegen sind 20 bis 30 Minuten eine gute Richtschnur.

Menschen mit Herzschwäche müssen grundsätzlich sehr vorsichtig sein. Druck und Wärme des Wassers wirken auf die Blutgefäße und können das Herz zusätzlich belasten. Wer Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System hat, fragt besser vor dem Thermenbesuch seinen Arzt.

Einige Bäder versprechen auch spezielle gesundheitliche Effekte durch die Quelle. Einigermaßen belegt ist das Michalsen zufolge jedoch nur für Quellen, die Schwefel, Radon oder Sole enthalten. Schwefel etwa kann Menschen mit Rheuma oder Arthritis helfen, Sole hat sich bei Allergien oder Schuppenflechte bewährt, Radon bei Schmerzen in den Gelenken, erläutert Michalsen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Wer das ausprobieren möchte, dem rät er zu einem Aufenthalt in einem zertifizierten Heilbad. Der Deutsche Heilbäderverband hat Qualitätsstandards für Kurorte erarbeitet. Die jeweiligen Heilmittel vor Ort wie Radon, Schwefel oder Sole müssen begutachtet und ihre Wirkung bestätigt sein. Heilbäder und Kurorte, die staatlich anerkannt sind, werben in der Regel damit. Der Terminus Therme oder Thermalbad ist dagegen nicht geschützt.

dpa

Mehr aus Gesundheit regional

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken