Schwere Komplikationen möglich

Tödliche Streptokokken-Infektionen: Mittlerweile 15 Kinder in Großbritannien gestorben

Krankenschwestern arbeiten auf einem Korridor einer Akut-Station im Londoner St. Georges Krankenhaus (Archivbild). Das Land verzeichnet aktuell steigende Zahlen an tödlich verlaufenden Streptokokken-Infektionen bei Kindern.

Krankenschwestern arbeiten auf einem Korridor einer Akut-Station im Londoner St. Georges Krankenhaus (Archivbild). Das Land verzeichnet aktuell steigende Zahlen an tödlich verlaufenden Streptokokken-Infektionen bei Kindern.

London. Die Zahl der in Großbritannien infolge von Infektionen mit A-Streptokokken gestorbenen Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren ist weiter gestiegen. Allein in England starben 13 Minderjährige dieser Altersgruppe seit September, zwei weitere Todesfälle ereigneten sich in Nordirland und Wales, wie die britische Gesundheitsbehörde UKHSA (UK Health Security Agency) am Donnerstag mitteilte.

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In England kommt es nach UKHSA-Angaben derzeit zu überdurchschnittlich vielen Fällen von Scharlach und anderen Krankheiten, die durch A-Streptokokken ausgelöst werden. Besonders betroffen sind Kinder. Scharlach gilt als Kinderkrankheit und gehört dem Robert Koch-Institut zufolge zu den häufigsten bakteriellen Infektionskrankheiten bei Kindern. Eigentlich können Streptokokken-Infektionen durch Gabe von Antibiotika gut behandelt werden. Doch in seltenen Fällen lösen sie schwere Komplikationen aus.

Geringere Immunität denkbar

Experten halten es für möglich, dass viele Kinder durch die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie weniger immun sind als in früheren Jahren. Berichte über eine Knappheit von Antibiotika hatte der britische Gesundheitsminister Steve Barclay noch am Mittwoch zurückgewiesen.

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Der Apothekenverband National Pharmacy Association teilte der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge jedoch mit, es gebe Lücken bei der Versorgung mit flüssigem Penicillin, das oft Kindern verabreicht werde.

RND/dpa

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