Theater

Die berühmtesten Opernhäuser der Welt

Das Sydney Opera House mit seinem segelförmigen Dach.

Das Sydney Opera House mit seinem segelförmigen Dach.

Venedig

Das Teatro San Cassiano gilt als das erste öffentliche Opernhaus der Welt – und ist seit Langem Vergangenheit: Das Theater in Venedig wurde im Jahr 1637 eröffnet, mehrfach verändert und soll seine letzten Stücke 1798 gezeigt haben, wie aus alten Aufzeichnungen hervorgeht. 14 Jahre später wurde das Gebäude abgerissen – heute befinden sich an dessen Stelle die Gärten des Palazzo Albrizzi. Seit 2019 gibt es Pläne, das Theater im Stil des Jahres 1637 wiederaufzubauen. Den Platz als bedeutendstes Opernhaus Venedigs hat längst das Gran Teatro La Fenice eingenommen.

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Sydney

Das Sydney Opera House ist weniger wegen seiner Opern weltberühmt, sondern vor allem wegen der Gestaltung durch den dänischen Architekten Jørn Utzon (1918–2008). Die muschelförmigen Fächer der Dachkonstruktion zählen längst zu den Wahrzeichen der australischen Stadt. Eröffnet wurde das Opernhaus am Hafen 1973 durch Elizabeth II., die auch Königin von Australien war. Es bietet insgesamt fünf Säle mit zusammen rund 5500 Plätzen, knapp die Hälfte davon in der großen Konzerthalle. Die Fliesen für das aufwendige Dach wurden eigens aus Schweden importiert.

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Verona

Die Arena di Verona ist eine der beeindruckendsten Freilichtbühnen der Welt und wird vor allem in den Sommermonaten für Opernaufführungen genutzt. Es ist eines der am besten erhaltenen Amphitheater und stammt im Kern aus der Zeit um das Jahr 30 nach Christus. Über die Jahrhunderte veränderte es wegen unterschiedlicher Einflüsse immer wieder ein wenig das Aussehen, wurde aber seit dem Mittelalter regelmäßig saniert und ist heute nicht zuletzt deswegen in einem so guten Zustand. Die erste Oper wurde hier im Jahr 1913 aufgeführt.

London

Das Royal Opera House am Londoner Covent Garden hat mehrere Schicksalsschläge hinnehmen müssen – gleich zweimal war es abgebrannt, bis 1858 der heutige Bau eröffnet wurde. Damals noch unter der Bezeichnung Theatre Royal, zu seiner heutigen Bezeichnung kam das Theater erst 1892. Es gilt längst als das wichtigste Opernhaus der britischen Inseln und ist inzwischen die Heimat der Royal Opera, des Royal Ballet und des Orchestra of the Royal Opera House. Georg Friedrich Händel gilt als bedeutendster Komponist dieses Hauses.

Die Metropolitan Oper im Lincoln Center in New York.

Die Metropolitan Oper im Lincoln Center in New York.

New York

Die Metropolitan Opera – kurz „Met“ – in New York ist eines der führenden Opernhäuser der Welt. Ursprünglich war sie von 1883 an am Broadway zwischen der 39. und 40. Straße beheimatet. In den Sechzigerjahren jedoch wurde das Opernhaus an seinen heutigen Standort im Lincoln Center verlegt, das frühere Gebäude abgerissen. Weltbekannte Dirigenten wie Gustav Mahler und Arturo Toscanini prägten die „Met“.

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Buenos Aires

Das Teatro Colón, das Kolumbus-Theater, in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gilt als das bedeutendste Opernhaus Lateinamerikas. Das heutige Gebäude wurde zwischen 1889 und 1908 erbaut. Zuvor war es ab 1857 an der Plaza de Mayo beheimatet. Die Neueröffnung dauerte länger als geplant, weil im Vorfeld gleich drei Architekten ums Leben kamen. Erst der vierte vermochte das Opernhaus zu vollenden. Seitdem traten hier immer wieder große Stars wie Plácido Domingo, Montserrat Caballé oder Luciano Pavarotti auf.

Wien

Die Wiener Staatsoper wurde am 25. Mai 1869 in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth mit Mozarts „Don Giovanni“ eröffnet. Die beiden Architekten des beeindruckenden Gebäudes erlebten die Eröffnung nicht mehr: Eduard van der Nüll brachte sich selbst um, sein Freund August von Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall. Ihr Bauwerk aber wurde weltberühmt und gilt bis heute als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt – und vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire.

Blick in den Saal der Semperoper.

Blick in den Saal der Semperoper.

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Dresden

Die Semperoper in Dresden wurde in ihrer heutigen Form 1878 eröffnet, jedoch während des Zweiten Weltkrieges zerstört und erst 1985 wiederaufgebaut. Benannt ist sie nach ihrem Architekten Gottfried Semper. Die Geschichte der Opern in der sächsischen Stadt ist jedoch viel älter: Bereits 1667 entstand das erste Opernhaus Dresdens, später folgte das Königlich Sächsische Hoftheater. Richard Wagner wurde hier 1843 Hofkapellmeister. Unter anderem „Der fliegende Holländer“, „Der Rosenkavalier“ und „Tannhäuser“ wurden in Dresden uraufgeführt.

Mailand

Die Mailänder Scala – das Teatro alla Scala – kann auf eine lange Geschichte als eine der großen Bühnen der Welt blicken. 1776 brannte der Vorgängerbau ab, in nur 23 Monaten wurde die Scala anschließend neu erbaut. Auch die schweren Beschädigungen während des Zweiten Weltkrieges ließ die Stadt innerhalb weniger Monate beheben. Bereits 1946 feierte die Oper ihre Wiedereröffnung. Für italienische Verhältnisse ungewöhnlich ist, dass die Aufführungen traditionsgemäß zur vollen Stunde beginnen.

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