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Theater am Aegi

Maybebop begeistert mit A-Capella

Sie verbinden Comedy, alberne Sticheleien und A-Capella gekonnt miteinander: Das A-Capella-Quartett Maybebop.

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Hannover. Von der Flüchtlingspolitik zur Lindenstraße, von Verbindungsproblemen mit WLAN zu Fußballfans: Es sind weite Bögen, die die A-Capella-Gruppe Maybebop thematisch schlägt. Die vier Musiker besingen dabei alltägliche und politische Probleme und begeistern damit die Zuschauer im ausverkauften Theater am Aegi. Jan Bürger (Countertenor), Lukas Teske (Tenor), Oliver Gies (Bariton) und Christoph Hiller (Bass) liefern mit nicht viel mehr als ihren Stimmen Popsongs, bekannte Serienmelodien, Rap, Hip-Hop, Liturgien und Rock. Und das fast zwei Stunden lang.

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Für die A-Capella-Gruppe ist der Auftritt im Theater am Aegi ein Heimspiel: „Es ist mittlerweile wie ein Wohnzimmer für uns – so richtig privat“, sagt Countertenor Bürger und lacht. Das aktuelle Album „Sistemfeler“ ist bereits mehr als ein Jahr alt, bis zu den beliebten Weihnachtskonzerten der Gruppe sind es noch mehrere Wochen – „im Herbst holen wir uns deshalb immer für die Konzertreihe „Maybebop and Friends“ Unterstützung von anderen Musikern“, erklärt Oliver Gies. Die erste Hälfte des A-Capella-Abends gestaltet deshalb der Jazz- und Popchor „Vivid Voices“ der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. „Für uns ist das nicht nur eine Ehre, sondern auch ein toller Start in das neue Semester“, sagt Chorleiterin Claudia Burghard. Die angehenden Musiklehrer des Chores präsentieren eigene Arrangements bekannter Pop- und Jazzsongs von Björk und Chick Corea. Gemeinsam mit Maybebop singen sie vor einem jubelnden Publikum das Filmlied „Circle of Life“ von König der Löwen.

Die zweite Hälfte des Abends gehört ganz den vier Sängern von Maybebop. Gekonnt verbinden sie Comedy, alberne Sticheleien und A-Capella miteinander. In einer parodistischen Liturgie besingt das Quartett nicht die Liebe zu Gott, sondern zum Fußball („Schiri, erbarme dich“). Auch aktuelle politische Themen nehmen in der Setlist einen großen Platz ein. „Wir wollen auch zur Revolution aufrufen und die beginnt meist bei einem selbst. Man kann zum Beispiel bei RWE kündigen und zu Ökostrom wechseln“, sagt Bürger unter tosendem Zwischenapplaus des Publikums. Auch nach fast drei Stunden A-Capella haben die Zuschauer nicht genug. „Ihr müsst wohl alle nicht zur Arbeit morgen“, sagt Bürger verwundert und zeigt immer wieder auf seine Uhr. Um mehrere Zugaben kommen die Musiker trotzdem nicht herum. Als ihnen am Ende die begeisterten Zuhörer im Stehen applaudieren, verlassen die vier sichtlich gerührt die Bühne im Theater.

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Maybebop tritt vom 20. bis zum 22. Dezember mit dem Weihnachtsprogramm im Theater am Aegi auf. Die Vorstellungen sind fast ausverkauft. Am 29. und 30. März feiert das Quartett in Hannover die Premiere seines neuesten Projektes „Ziel:los!“.

Von Tomma Petersen

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