Autor und Journalist

Michael Quasthoff im Alter von 52 Jahren gestorben

Michael Quasthoff ist am vergangenen Freitag im Alter von 52 Jahren gestorben. Quasthoff, der aus Hildesheim stammt, hat in Hannover Geisteswissenschaften studiert und danach ein Volontariat bei der „Neuen Presse“ absolviert. Später war er Chefredakteur des Stadtmagazins „Prinz“, arbeitete in den späten neunziger Jahren als Pressesprecher für das Sprengel Museum und war zuletzt Redakteur des hannoverschen Regionalbüros der „taz“. Für die Hauptausgabe der Berliner Tageszeitung verfasste er für die Satireseite „Wahrheit“ auch regelmäßig Glossen und kleine Spaßgedichte.

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Einem überregionalen Publikum wurde Michael Quasthoff bekannt als Mitverfasser des Buches „Die Stimme“, eine Autobiografie seines zwei Jahre jüngeren Bruders Thomas, der als einer der besten Baritone der Welt gilt. Neben der Literatur, der Musik und dem Theater hat ihn der Fußball zeitlebens begeistert. So schrieb er zusammen mit seinem Freund und Kollegen Dietrich zur Nedden 2006 das Buch „Pfeifen! Vom Wesen des Schiedsrichters“.

Lokale Kulturfreunde kennen Quasthoff als einen der beiden Köpfe der literarisch-satirischen Fitz-Oblong-Show, die er zusammen mit zur Nedden regelmäßig seit 1993 veranstaltet hat. Fast alle, die Rang und Namen in der deutschen Satireszene haben, sind bei dieser Show aufgetreten. Besonders beliebt bei den Oblong-Fans: Stets trug Quasthoff eigene Lieder und Texte auf seine verschmitzt-hintersinnige Art vor. Die Oblong-Show, deren jüngste Ausgabe am Donnerstag ohne Michael Quasthoff stattfand, soll weitergehen – wie auch immer, hat Dietrich zur Nedden am Sonntag gesagt.

Quasthoff war ein beliebter Künstler, für seine Angehörigen und seine zahlreichen Freunde aber zuallererst ein herzensguter Mensch, der sich um die Belange seiner Bekannten engagiert gekümmert hat. Sie werden ihn schmerzlich vermissen. Und vielleicht sogar einen letzten Wunsch erfüllen, den er augenzwinkernd schon vor Jahren in einem Haiku veröffentlicht hat: „Wenn ich tot bin, bitte schreibt auf den Grabstein: ‚Bin gleich wieder da’.“

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Ernst Corinth

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