Die Schauspielerin im Interview

Nora Tschirner will sich nicht einschränken lassen

Foto: Nora Tschirner ist mit dem Film „Offroad“ wieder im Kino zu sehen.

Nora Tschirner ist mit dem Film „Offroad“ wieder im Kino zu sehen.

Hannover. Frau Tschirner, in Ihrem Film "Offroad" findet die Protagonistin 50 Kilogramm Kokain. Um nicht in der Provinz mit einem untreuen Mann zu enden, will sie sich vom Erlös einen Trip ins Ungewisse gönnen. Wo würden Sie hinfahren?
Ich würde hinaus in die Welt fahren. Aber das geht auch ohne Koks ganz gut. Hätte ich das Kokain gefunden, mein Adrenalinspiegel würde sich nicht mehr beruhigen vor lauter Illegalität.

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Gut, dann ohne Koks. Wo würde Ihr Abenteuer spielen?
Am besten einfach an einem Ort, an dem ich noch nicht war. Das kann in einer Kleinstadt in Deutschland sein oder in einem Slum in Brasilien. Oder am Nordpol. Ich war gerade sechs Wochen in einem Kaff an der englischen Küste. So ein Ort kann spannender sein als New York.

Ihnen wird vorgehalten, dass die sympathisch-spießige Rolle der Meike Pelzer in "Offroad" stark an Ihren Charakter aus "Keinohrhasen" erinnert. Sind Sie jetzt auf ewig die etwas naive Frau, die über sich hinauswächst?
Solche Vergleiche tangieren mich nicht allzu sehr. Ich selbst sehe in den Filmen unterschiedliche Charaktere.

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Vor den Til-Schweiger-Filmen war es nicht leicht, Sie als Künstlerin zu fassen. Sie traten in "Trainspotting" für das Hamburger Schauspiel auf, drehten eine Science-Fiction-Serie und gaben immer wieder die Moderatorin. In welcher Rolle fühlen Sie sich am wohlsten?
Die Tage am Theater waren toll, aber da zieht es mich nicht hin. Ich bin beim Film und bin da, wo ich sein möchte. Ich moderiere auch seit ein paar Jahren nicht mehr wirklich. Am wohlsten fühle ich mich mit Menschen, die dieselbe kreative Sprache sprechen, wenn ich mitmischen kann und nicht nur Ansagen vom Regisseur annehmen muss.

Das geht auch mit Til Schweiger?
Klar. Der besteht auf Meinungsäußerung und fragt auch die Leute vom Catering.

... und wird nun "Tatort"-Kommissar, was sich viele Leute noch nicht richtig vorstellen können. Sie?
Ich finde: Geht nicht, gibt's nicht. Das kann doch super werden. Nach "Keinohrhasen" konnten sich auch viele keine Fortsetzung vorstellen und mochten "Zweiohrküken" dann total gern. Warum sollte man sich im Vorfeld selber einschränken? Das finde ich unklug.

Sie könnten auch Dokumentationen wie Ihr Vater Joachim drehen. Wäre das was?
Ja, das kann ich mir tatsächlich sehr gut vorstellen. Vielleicht mache ich auch mal sexy Sportclips, wenn mich der Affe beißt.

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Jan Sedelies

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