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Frischfleisch vor der Pornokamera: das schwer erträgliche Kinodrama „Pleasure“

Sofia Kappel im Kinodrama „Pleasure".

Sex sells – vor allem im Internet. 2019 wurden allein auf der Pornoseite Pornhub 1,36 Millionen Stunden Videomaterial hochgeladen, in den USA wird demnach alle 39 Minuten ein Porno gedreht. In diesem milliardenschweren Geschäft lockt nicht nur Geld, sondern auch Ruhm.

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Das glaubt jedenfalls die 19-jährige Linné (Sofia Kappel), die es aus einer schwedischen Kleinstadt nach Los Angeles treibt, wo sie als „Bella Cherry“ Pornostar werden möchte. Als Grund ihres Aufenthalts nennt sie bei der Einreise „Pleasure“, Vergnügen. Als Anfängerin muss sich das „Frischfleisch“ in Hardcore-Szenen beweisen – sich schlagen, würgen, fesseln und vergewaltigen lassen. Die versprochene „Freiwilligkeit“ mündet in sexueller Ausbeutung.

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Regisseurin Ninja Thyberg hat intensiv für ihren ersten Langfilm recherchiert. Neben der blonden Hauptdarstellerin spielen echte Pornodarstellerinnen und -darsteller mit, was den hyperrealistischen und oft schwer zu ertragenden Bildern eine dokumentarische Anmutung verleiht. Im gesetzlichen Graubereich dominieren männliche Macht und Gewalt. Der weibliche Körper wird zur Ware degradiert und brutaler Willkür ausgeliefert.

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Die schwedische Filmemacherin erzählt durchgängig aus weiblicher Perspektive, reizt Situationen bis zur Grenzwertigkeit aus, verurteilt ihre naive Protagonistin nicht, schwenkt auch keine Moralkeule. Gerade dieser ungefilterte Ansatz macht den Blick in diese verschwiegene Schattenwelt so schockierend.

„Pleasure“, Regie: Ninja Thyberg, mit Sofia Kappel, Evelyn Claire, 109 Minuten, FSK 18

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