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Literarischer Salon

Regisseur Jakob Lass spricht über seinen Film „So was von da“

„So was von da“: Regisseur Jakob Lass im Literarischen Salon.

„So was von da“: Regisseur Jakob Lass im Literarischen Salon.

Hannover.Oskar ist fertig mit der Welt. Er sagt: "Meine Seele ist so kaputt wie meine Tür." Die Wohnungstür ist wirklich kaputt, sie wurde kurz zuvor eingetreten. Zusammen mit seinem besten Freund Rocky, dem aggressiven Ex-Zuhälter Kiez-Kalle, seiner Ex-Freundin Mathilda und der Innensenatorin erlebt Oskar einen letzten Tag voller Exzess. Der Film "So was von da" (sehen Sie hier den Trailer) basiert auf dem gleichnamigen Buch von Timo Hanekamp und erzählt von Oskar, dessen Klub in St. Pauli abgerissen werden soll und noch einen letzten Abend – Silvester – geöffnet hat.

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Die Filme von Jakob Lass sind außergewöhnlich. Jakob Lass, der jetzt im Literarischen Salon von seinen Filmen erzählt, arbeitet mit einem reduzierten Skript, einem „Skelett Skript“. Es gibt kaum festen Text, sondern nur einen groben Handlungsrahmen. Die Dialoge werden beim Drehen improvisiert. Durch die Improvisation findet der Film seine besondere Sprache und seinen besonderen Humor. So entstehen Momente, die es nur einmal gibt und die kein Schauspieler wieder so spielen könnte – aber die Kamera hat den Moment für die Ewigkeit aufgefangen. Deshalb liebt Jakob Lass Film.

„Ich mag keine Sachen die tot sind“

Früher hat Jakob Lass, um seine Werke zu beschreiben, häufig von Authentizität gesprochen. Heute mag er das Wort nicht mehr gerne. Er benutzt lieber Lebendigkeit. Diese Lebendigkeit beschreibt er so: „Ich mag keine Sachen die tot sind. Ich brauche eine gewisse Vitalität, nichts steifes.“

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In dem Film werden häufig sogenannte Jump Cuts genutzt, Filmschnitte, bei denen die Bildübergänge als Sprung wahrgenommen werden und es keinen kontinuierlicher Schnitt gibt. Jakob Lass findet diese Art zu schneiden zeitgemäßer und interessanter. Besonders heutzutage, in der die meisten visuell und medial sehr fit sind, sei das Publikum in der Lage diese Zeitsprünge zu verstehe: „Man muss dem Zuschauer nur etwas zutrauen“.

Im Fokus des Films steht – anders als im Buch – die Party. Dafür hat das Filmteam vier Partys in einem echten Klub veranstaltet. Zu diesen Partys haben sich insgesamt 1200 Menschen angemeldet, die bereit waren, gefilmt zu werden, während sie feiern. Auf die Frage ob sich die Leute durch die Kamera gestört gefühlt hätten, antwortet Niklas Bruhn: „Nee gar nicht, die Partys waren gut und die hatten einfach Spaß!“

Beim nächsten Literarische Salon am Mittwoch, 5. Juni, stellt der tschechische Autor Jaroslav Rudiš seinen Roman „Winterbergs letzte Reise“ vor.

Von Salima El Kurdi

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