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Konzert

Robby Ballhause in der Bar Marlene

Warum nicht einfach weiterfahren: Robby Ballhause.

Warum nicht einfach weiterfahren: Robby Ballhause.

Hannover.Reiten könne er freilich nicht, und ein Rebell sei er auch keiner, singt der hannoversche Singer-Songwriter Robby Ballhause in der Bar Marlene. Und obwohl er Bourbon und Kilkenny kenne, sei er nie in Nashville oder Derry gewesen. Deswegen nenne er seine Musik Greengrass: „Wie Bluegrass mit Country und Irish Folk – nur ohne all den Kummer.“ Lakonisches Understatement macht die Bühnenhaltung Ballhauses aus. Er erzählt kleine launige Geschichten über seine Inspirationen, das Publikum erlebt dann, wie daraus große Metaphern für Liebe, Gelassenheit und Lebenslust werden.

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Obwohl Ballhause sich zu Hannover als Heimat bekennt, klingt seine Musik nach der ganz weiten Welt. „Warum soll ich eigentlich morgens mit dem Fahrrad beim Bäcker anhalten und nicht einfach weiterfahren?“, sagt er und beschreibt damit auch seine Lust auf musikalische Ausflüge. Zunächst begleitet er sich selbst auf der akustischen Gitarre, versinkt in seinen Geschichten und beschwört mit sonorer Stimme die Gemeinschaft großer Kollegen herauf. Es fällt schwer, bei den weiten, warmen, melancholischen Songs nicht an Jim Croce zu denken, an Arlo Guthrie, John Denver, Tom Petty oder Christy Moore.

Ballhause erzählt nebenbei über die Musikstadt Hannover: Wie die ersten Aufnahmen im Musikzentrums klangen und wie er als Veranstaltungstechniker viele andere Musiker „laut gemacht“ habe. Drei dieser Kollegen begleiten ihn schließlich als Band auf Zeit: Schlagzeuger Christof Hinz, Keyboarder Ecki Hüdepohl und Bassist Hilmar Kahl sind Profimusiker mit eigenen Projekten. Zusammen mit Ballhause gelingt ihnen ein beschwingter, transparenter und entspannter Sound zwischen Americana, Cajun, Blues, Jazz und Ragtime - mit genug Zeit für lustvolle Zitate. Irgendwann klingt Hüdepohl wie Mike Garson in einem Stück von David Bowie. Das wirkt keinesfalls fremd auf der kleinen Bühne, auf der längst alle über sich hinaus weisen.

Am Sonnabend, 2. Februar, um 20 Uhr lesen und spielen Klaus Büchner und Christof Stein-Schneider in der Bar Marlene.

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Von Thomas Kaestle

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