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Roman

„Warmia“ von Marco Sagurna

Marco Sagurna  in Hannover.

Marco Sagurna in Hannover.

Hannover.Manchmal verlieben sich Menschen in Landschaften. Bei Marco Sagurna muss das so gewesen sein; der frühere Journalist (in Hannover) und Pressesprecher (in Oldenburg) hat jetzt seinen ersten Roman vorgelegt. „Warmia“, so der Titel, ist eine Liebeserklärung an Masuren und das Ermland. Dorthin führt die Geschichte, die fast eine Liebesgeschichte ist.

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Am Anfang stehen Trennungen: Tina verlässt Dietmar, den Blender. Journalist Adam Kauka wird in der Redaktion gemobbt und gibt die Festanstellung auf. Am Ende treffen sie sich in Reszel in Masuren –und stellen fest, dass sie Halbgeschwister sind. Dazwischen gibt es viel Familiengeschichte: etwas langatmige Erinnerungen an Schulzeit, Verwandte, kalte Winter. Pferde, Kinderspiele, Krieg und Flucht.

Marco Sagurna erzählt nicht gradlinig, sondern vielschichtig, er wechselt Perspektiven und die Erzählweisen. Nicht immer ist klar, warum er das so macht. Manchmal wirkt es auch so, als hätte er für seinen Stoff noch keine Form gefunden. Aber so ist das eben bei denen, die leidenschaftlich lieben: Gefühl ist alles, Gestaltung ist nichts. Sagurnas Romanerstling wirkt gelegentlich wie eine hastig hingeworfene Notizsammlung, die erst noch in Form gebracht und auch radikal gekürzt werden muss.

Marco Sagurna: „Warmia“. Pop Verlag. 376 Seiten, 23,50 Euro.

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Von Ronald Meyer-Arlt

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