90.000 Fans feiern in der Eifel

Regen stört „Rock am Ring“-Besucher nicht – Polizei vorerst sehr zufrieden

Knapp 90.000 Besucher bejubeln in diesem Jahr die Auftritte von etwa 70 Bands.

Nürburg. Der erste Regen beim dreitägigen Open-Air-Festival „Rock am Ring“ hat die 90.000 Fans offensichtlich nicht übermäßig geschockt. Veranstalter und Polizei zeigten sich am Abschlusstag vorerst weiter sehr zufrieden mit der Neuauflage des Kultspektakels nach jahrelanger Corona-Zwangspause am Nürburgring in der Eifel. Johanna (23) aus Koblenz sagte am Pfingstsonntag: „Ich habe den Regen am frühen Morgen auf dem Zeltdach gehört. Das war schön im Zelt.“ Pascal (27) neben ihr ergänzt, die Zelte hätten den Regen gut überstanden. „Nur der eine oder andere Pavillon ist kaputt.“ Mit Regenjacken liefen die Fans wieder zum Festivalgelände, wo am frühen Sonntagnachmittag die US-Band Daughtry zu den ersten Acts gehörte.

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Die Veranstalter rechneten nach eigenen Worten mit Blick auf Wetterprognosen mit womöglich weiteren Schauern am Abschlusstag, aber nicht mit Starkregen und Gewitter. Unwetter hatten in manchen früheren Jahren „Rock am Ring“ schwer getroffen - es gab seinerzeit auch Verletzte durch Blitzschläge. Die meisten Besucher übernachteten auch diesmal auf riesigen Campingflächen.

„Keine größeren Zwischenfälle“ laut Polizei

Polizeisprecherin Verena Scheuer sagte am frühen Sonntagnachmittag, es habe vorerst keine größeren Zwischenfälle gegeben. „Die Zahl der Straftaten ist sehr niedrig im Vergleich zu Vor-Corona-Jahren.“ Zur „üblichen Festivalkriminalität“ gehörten beispielsweise wieder Körperverletzung und Diebstahl.

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Rapper Alligatoah zerschlägt eine Gitarre bei Rock am Ring 2022.

Rapper Alligatoah zerschlägt eine Gitarre bei Rock am Ring 2022.

Vielen Musikern und Fans war die Freude über das Comeback des bereits 1985 aus der Taufe gehobenen Kultfestivals deutlich anzumerken. Kaum jemand trug bei der Open-Air-Veranstaltung eine Maske. Laut den Veranstaltern verbuchte das ausverkaufte Spektakel mit seinen überwiegend jungen 90.000 Fans einen Besucherrekord.

„Rock am Ring“ mit rund 70 Bands auf drei Bühnen war am Freitag an der legendären Rennstrecke Nürburgring gestartet. Sommerlicher Sonnenschein mit einigen Wolken verwöhnte die ausgehungerten Festivalfans an den ersten zwei Tagen. Zugleich stieg in Nürnberg das Zwillingsspektakel „Rock im Park“ mit zeitversetzt weitgehend denselben Musikern und Musikerinnen. Bei „Rock am Ring“ in der Eifel standen am Sonntag unter anderem noch Volbeat, Korn, Billy Talent und die Beatsteaks auf dem Programm.

RND/dpa

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