Was sich fetzt, das liebt sich

Mit Happy-End-Garantie: Julia Roberts und George Clooney in „Ticket ins Paradies“

Bitte recht freundlich: Julia Roberts als Georgia und George Clooney als David in einer Szene des Films „Ticket ins Paradies“.

Bitte recht freundlich: Julia Roberts als Georgia und George Clooney als David in einer Szene des Films „Ticket ins Paradies“.

Krisenzeiten sind in Hollywood Komödienzeiten. Die besten Screwball-Comedys sind in den 30er- und 40er-Jahren des vorigen Jahrhunderts entstanden. Während die Folgen der Weltwirtschaftskrise und der beginnende Zweite Weltkrieg die Nachrichtenlage in den Wochenschauen bestimmten, lieferte die Traumfabrik zuverlässig filmische Antidepressiva.

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Doch in der Pandemie verging sogar der US-Filmindustrie das Lachen, als sie durch Lockdowns in die Rolle des Krisenverlierers gedrängt wurde. Mit der romantischen Komödie „Ticket ins Paradies“ wendet sich Hollywood nun wieder seiner Aufgabe als Seelentröster in schweren Zeiten zu. Mit Julia Roberts und George Clooney strahlen zwei versierte Stars von dem Plakat herab. Die beiden haben in Filmen wie „Ocean‘s Eleven“ und „Money Monster“ schon mehrfach zusammen vor der Kamera gestanden. Als Liebespaar waren sie aber bisher noch nicht zu sehen.

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In jungen Jahren haben David (Clooney) und Georgia (Roberts) geheiratet und waren schon bald mit ihrem Ehelatein am Ende. Auch wenn die Scheidung bereits 20 Jahre zurückliegt, hassen sie sich immer noch wie die Pest. Einziger Verbindungspunkt blieb die geliebte Tochter Lily (Kaitlyn Dever), die nach dem Juraexamen nach Bali reist – und dort Hals über Kopf einen hübschen Seetangfarmer ehelichen will. Die Nachricht versetzt Vater und Mutter in Panik. Und so reisen die beiden nach Bali mit dem Ziel, die Tochter vor jenem Fehler zu bewahren, der die Eltern ins Desaster stürzte. Natürlich kommen sich die verfeindeten, ehemaligen Eheleute dabei wieder näher.

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„Ticket ins Paradies“ ist eine lupenreine romantische Komödie, die keinen Moment an der Happy-End-Garantie zweifeln lässt. Sowohl Roberts, die in „Die Hochzeit meines besten Freundes“ (1997) und „Notting Hill“ (1999) Rom-Com-Geschichte geschrieben hat, als auch Clooney, der mit „Tage wie dieser …“ (1996) ebenfalls einen Klassiker ablieferte, hatten sich längst aus dem Genre verabschiedet. Dass beide nun gemeinsam in einer altersgerechten Story wieder einsteigen, ist das zentrale Marketingargument für „Ticket ins Paradies“.

Tatsächlich funktioniert das auf der Leinwand gut. Die berühmte Chemie zwischen den romantischen Zielpersonen stimmt. Das gilt vor allem für die erste Filmhälfte, in der das zerstrittene Paar immer wieder aufeinander losgeht. Auch wenn sie zusammen in den Sonnenuntergang blinzeln, schaut man den beiden gerne bei der Arbeit zu.

Doch können die geballte Starpower und die paradiesische Naturkulisse nicht darüber hinwegtäuschen, dass es dem Skript an kreativer Energie, überraschenden Plotwendungen, pointierten Dialogen und einem spielerischen Umgang mit Klischees fehlt. Als überfürsorglicher Feel-Good-Movie funktioniert die Romanze „Ticket ins Paradies“ bestens, kann aber keine nachhaltigen Glücksgefühle entfalten.

„Ticket ins Paradies“, Regie: Ol Parker, mit Julia Roberts, George Clooney, Kaitlyn Dever, 104 Minuten, FSK 6

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