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Valentinstag in der Pandemie: wertschätzende Gesten besonders jetzt wichtig

Wertschätzende Gesten im Alltag und Kommunikation eigener Bedürfnisse sind in Pandemiezeiten umso wichtiger, rät eine Eheberaterin.

Lüneburg.Für Paare ist das Leben durch die Corona-Pandemie nach Ansicht der Lüneburger Ehe- und Lebensberaterin Christa Reimers schwieriger geworden. Durch wegbrechende Freizeitaktivitäten und Homeoffice sei vor allem die Frage nach einem ausgewogenen Verhältnis von Nähe und Distanz in Partnerschaft und Familienleben in den Fokus gerückt, sagte die Beraterin vom „Lebensraum Diakonie“ im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Eigene Bedürfnisse zu artikulieren und Grenzen auszuloten, ist emotional existentiell geworden.“

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Der Valentinstag (14. Februar) sei ein schöner Anlass, einander Zuneigung zu zeigen und den stressigen Pandemiealltag aufzuhellen, der viele Menschen dünnhäutig gemacht habe, sagte Reimers, die seit 16 Jahren Paare berät. Diese Anerkennung sollte sich aber nicht auf Valentins- oder Geburtstage beschränken. Ob Blumen, eine Umarmung oder nette Worte, wertschätzende Gesten im Alltag seien kostbar. „Die sind schon immer in vielen Beziehungen zu kurz gekommen und sind jetzt noch wichtiger.“

Verlässliche Verabredungen treffen

Reimers empfiehlt Paaren in Konfliktsituationen, ihre Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten neu zu verhandeln und so Freiräume für den Einzelnen zu schaffen. Dabei sollten Verabredungen konkret sein. „Wenn klar ist, an welchen Wochentagen der Vater die Kinder ins Bett bringt, weiß die Mutter, wann sie Zeit für sich hat.“

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Problematisch sei die Situation auch für junge Paare, sagte die Eheberaterin. „Es ist schwierig, in Pandemiezeiten eine Beziehung aufzubauen.“ Selbstverständlichkeiten wie der Treff zum ersten Date, gemeinsame Unternehmungen, Hochzeit feiern – all das falle heute oft flach. „Junge Paare fühlen sich um ihre Möglichkeiten betrogen.“

Die Zahlen zum Valentinstag

Wie viele Menschen in Deutschland feiern überhaupt den Valentinstag? Diese und viele weitere Fragen werden hier beantwortet.

Möglichkeit, Beziehung zu reflektieren

Reimers sieht in der Pandemie aber auch Chancen. Die neue Nähe biete die Möglichkeit, Beziehungen zu reflektieren. Früher seien Paare mit ihren vielen Verpflichtungen oft aneinander vorbeigerauscht. „Heute fragen sie sich: Wie fühlt sich unsere Beziehung an, wo stehen wir?“

Auch die Streitkultur könnte sich weiterentwickeln. Paare, die pandemiebedingt jeden Tag eng zusammenleben, hätten wenig Interesse an einer Eskalation von Konflikten. Ihnen rät Reimers etwa, niemals spät abends noch zu streiten. „Das endet nie konstruktiv“, sagte sie. Ihr Tipp: „Verabreden Sie sich besser am nächsten Tag zur Aussprache.“

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RND/epd

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