Ein Glas auf Hollywood

Wenn Stars Alkoholika auf den Markt bringen

Immer mehr Prominente launchen ihren eigenen Alkohol.

Immer mehr Prominente launchen ihren eigenen Alkohol.

Chic sieht er aus, der neue Cabernet Sauvignon von Cameron Diaz. Findet zumindest US-Talkmaster Jimmy Fallon. Diesen besuchte die Schauspielerin jüngst in seiner Show, um für ihren Rotwein zu werben. Fallon bewunderte das dunkelrosa Etikett auf der Flasche, das verrät, dass der Wein vegan ist und keinen künstlichen Zucker enthält. Selbstverständlich stießen der Gastgeber und Diaz auch miteinander an. Nebenbei stellte Diaz auch ihren aktuellen Film vor. Doch irgendwie war klar: Die 50-Jährige produziert mittlerweile lieber Rebensaft, als Regieanweisungen zu folgen.

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Vor zwei Jahren war ihr beim nachmittäglichen Genuss eines Gläschens mit einer Freundin aufgefallen, dass sie zwar bei der Hautpflege oder der Nahrungsaufnahme penibel darauf achte, ob die Produkte nachhaltig und biologisch sind – bei Alkoholika aber nicht. Bald darauf stießen die beiden Frauen auf Avaline an, ihrer selbst gegründeten Weinmarke.

Gérard Depardieu bis Kylie Minogue

Das Geschäft mit Spirituosen ist ein äußerst lukratives, wie die männlichen Promis beweisen. Gérard Depardieu etwa, der französische Mime mit hohem Eigenverbrauch, ging 1989 an der Loire unter die Winzer, US-Regisseur Francis Ford Coppola keltert im kalifornischen Sonoma County zum Beispiel einen nach seiner Tochter Sofia benannten Rosé, und die südfranzösischen Weine von Hollywoodstar Brad Pitt sind so erfolgreich, dass sie sogar bei der diesjährigen Oscarverleihung in aller Munde waren. Denn es war sein Rosé Champagner, der dort ausgeschenkt wurde.

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Mittlerweile befüllen auch immer mehr berühmte Frauen aus dem Showbusiness Flaschen aller Art. Neben Cameron Diaz launchte 2020 etwa Kylie Minogue eine Weinkollektion, die ihren Namen trägt. Freilich, der australische Popstar steht dabei vermutlich eher selten selbst im Maischefass, doch vor allem ihr Prosecco verkauft sich hervorragend.

Besonders in Großbritannien ist er beliebt. Denn wie Paul Schaafsma, der Partner, mit dem Minogue ihre Weine entwickelt, feststellte: „In England besuchen 93 Prozent der Konsumenten und Konsumentinnen kein einziges Mal in ihrem Leben ein Weingut oder einen Weinberg oder treffen einen Winzer. Ihre ganze Erfahrung mit Wein besteht darin, durch den Supermarktgang zu gehen und zu denken: ‚Oh mein Gott, hoffentlich wähle ich nicht den Falschen aus.‘ Wenn sie also die Flasche kaufen, weil sie Kylie Minogue kennen und wenn wir den passenden Wein in der richtigen Qualität in die Flasche füllen, dann kommen sie wieder.“

Geschichten hinter den Flaschen

Prominente fungieren also als Orientierungshilfe im undurchsichtigen Alkoholmarkennebel. Und die Entstehungsgeschichten hinter den Getränken sind ja auch schön glamourös: 2017 nahm Minogue eine Platte in Nashville auf und trank abends nach getaner Arbeit häufig ein Glas Rosé. Dabei sei ihr der Gedanke gekommen, so einen Tropfen selbst zu kreieren.

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Deutlich bodenständiger kommt da die Story vom Eierlikör von Michaela Schaffrath daher, früher bekannt als Gina Wild: Auf dem Dachboden im Haus ihrer Großmutter fand sie beim Entrümpeln einen vergilbten Zettel mit verblasster Handschrift, auf dem Oma Marthas Eierlikörrezept stand. Schaffrath erweiterte den Likör noch mit Marzipan, so ist es ihrer Website zu entnehmen. „Und ich bin mir sicher, Oma Martha würde lächeln und auch das Marzipanrezept auf dem Dachboden verstecken“, ist Schaffrath überzeugt.

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