Herbsttrend Chunky Chelsea Boots

Ein Klassiker ist zurück – aber jetzt in klobig

Der Chelsea Boot kommt in einem neuen und futuristischen Look zurück.

Der Chelsea Boot kommt in einem neuen und futuristischen Look zurück.

Chelsea Boots sind ein Klassiker unter den Herbst- und Winterschuhen. Sie kommen ganz ohne Schnürung aus – teils lassen sich nicht einmal Nähte erkennen. „Chelsea Boots sind im Repertoire der Schuhe einfach einer der minimalistischsten, wenn nicht sogar der minimalistischste Schuh, den es gibt“, sagt Carl Tillessen, Trendanalyst am Deutschen Mode-Institut (DMI). Laut des Magazins „Gentleman‘s Gazette“ ist der Schuh mit den seitlichen Gummibandeinsätzen eine Designerfindung eines Schuhmachers von Königin Viktoria.

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Die Schlichtheit des Schuhs gebe auch einen Hinweis darauf, wie man ihn trage, so Tillessen. Denn der minimalistische Schuh werde auch eher mit schlichten Kleidungsstücken kombiniert. Wie genau der Schuh am Besten zur Geltung kommt, hängt aber auch mit der Art der Chelsea Boots zusammen. Denn inzwischen gibt es zahlreiche Varianten des Klassikers.

Aktueller Trend: Chunky Chelsea Boots

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Aktuell erlebt vor allem ein Modell einen „wahnsinnigen Boom“: der Chunky Chelsea Boot (zu deutsch: klobiger Chelsea Boot). „Er zeichnet sich durch einen besonders hohen Schaft und eine große, meist überstehende und dicke Profilsohle aus“, sagt Tillessen. Getragen wird der Schuh – im Vergleich zu den klassischen Chelsea Boots – vor allem von Frauen.

Auffällig ist auch, dass die Chunky-Variante des Klassikers stärker in Szene gesetzt wird als der „normale“ Chelsea Boot. So trage man ihn beispielsweise über eine enganliegende Hosen, Leggings, oder auch zu Röcken – „sodass der Schuh in all seiner Pracht und Wuchtigkeit im Kontrast zu den schlanken Beinen“ zur Geltung komme, sagt Tillessen.

Die Boots zeichnen sich jedoch nicht allein durch die wuchtigen Proportionen aus, sondern oft auch durch ihr Ton-in-Ton-Design. „Auch eine Besonderheit ist, dass oft das Obermaterial dieselbe Farbe hat wie die Sohle“, erklärt Tillessen. Im Fall der „klobigeren“ Modelle sind das häufig auch hellere Farben – wie etwa Beige oder ein helles Grau.

Retro sei der Schuh, trotz seiner langen Historie, daher nicht. „Ganz im Gegenteil“, sagt Tillessen. Durch die enorme Schlichtheit und die Gleichfarbigkeit von Sohle und Obermaterial bekomme der Chunky Chelsea Boot „eine futuristische Anmutung.“

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Jetzt zu Beginn des Trends sei zudem auffällig, dass eine ganze Reihe an verschiedenen Materialien verwendet werden. Zwei besonders beliebte Varianten seien zum einen die mit Rauleder, Nubuk und Velours mit ihrer samtigen Oberfläche. Zum anderen seien auch sehr stark lackierte, gummiartige Modelle populär, die den Schuh fast wie einen Gummistiefel aussehen lassen.

Klassische Chelsea Boots

Anders als die „klobige“ Variante sind die klassischen Chelsea Boots ein Unisexkleidungsstück und werden sowohl gern von Männern als auch Frauen getragen. Hier werde der Schuh meist ebenfalls zu schmalen Hosen kombiniert. „Wobei dann aber die Hose über den Schaft gezogen wird, sodass sie auf dem Schuh sitzt“, sagt Tillessen.

Beim Klassiker zeigt sich ein breites Spektrum an verschiedenen Modellen – vom Arbeitsschuh bis zur eleganten Stiefelette. „Ich denke der erfolgreichste Chelsea Boot aller Zeiten ist sicher der Blundstone-Klassiker, der eigentlich ursprünglich ein Arbeitsbekleidungsstück ist“, sagt Tillessen.

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Wie sollten die Boots sitzen?

Beim Anprobieren werden die schlichten Schuhe dann doch etwas kniffelig. „Beim Reinschlüpfen hat man für einen Moment das Gefühl, dass sie zu klein sind“, sagt Tillessen. „Wenn man dann aber im Schuh drin ist, sollten sie den Fuß so richtig angenehm umfangen.“ Wichtig ist, dass die Boots direkt sehr gut sitzen – denn eine Schnürung zum Nachsteuern fehlt ja.

Gerade am Anfang sitzen Chelsea Boots eng. Sie seien „eher steif und fest konstruiert“, sagt Tillessen. Wie bei so vielen Lederschuhen komme dann hinzu, dass das Material erst einmal weich werden müsse. Die elastischen Einsätze an den Seiten seien zu Beginn oft noch stramm. Mit der Zeit werden sie aber nachgiebiger und somit auch bequemer, erklärt Tillessen.

Doch gerade bei der Chunky-Variante mit ihrem höheren Schaft könne es sich anfühlen, als käme man nur schwer in den Schuh herein. Dann tendiere man dazu, eine größere Größe zu wählen, sagt Tillessen. „Aber das ist natürlich ein Fehler.“ Denn wer seine Schuhe zu groß kaufe, riskiere, dass die Boots später keinen Halt mehr geben und der Schuh schlappt.

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