Drachenbootrennen

3000 Sportler paddeln auf dem Maschsee

Alle acht Minuten startet ein Rennen am Maschsee beim Drachenboot-Festival.

Alle acht Minuten startet ein Rennen am Maschsee beim Drachenboot-Festival.

Hannover. Mehr als 3000 Paddler in 140 Teams starten beim diesjährigen Drachenboot-Festival am Maschsee. „Alle acht Minuten beginnt ein Rennen“, sagt Karl-Heinz Seemann, 1. Vorsitzender des Hannoverschen-Kanu-Clubs von 1921, der das Festival bereits zum 24. Mal veranstaltet. Für ihn ist das Wichtigste, dass alles friedlich abläuft – ohne Polizeieinsätze, ohne Streit, aber mit Spaß und sportlichem Einsatz: „Das hat immer geklappt.“ Und dann fügt er noch hinzu: „Schreiben Sie bloß nicht, Ruderer, wir rudern nicht, wir paddeln, da sind wir empfindlich.“

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Profis sind dabei wie das Team „Odysseus“ aus dem niederländischen Alkmaar, die zweimal in der Woche Drachenboot fahren. Trotz allem reicht es beim ersten Rennen über 250 Meter nur für den letzten Platz. „Wir hatten einfach zu viele Frauen im Boot“, sagt Saskia Kansen (53). „Nein“, sagt ein Teamkollege, „wir hatten zu wenig Kraft“. „Man kann wohl sagen, dass wir zu langsam waren“, meint Frank Brandwyk (56). Aber morgen sei ein neuer Renntag, da starte man mit neuer Kraft, und jetzt werde erstmal gefeiert mit Grillen, Bier und Gleichgesinnten.

„Die Drachenbootszene ist wie eine große Familie“, sagt Margret Morgenroth (50) von „Kalli’s Teichpiraten“, „man trifft sich immer wieder.“ Die Stimmung sei gut, alles sei perfekt organisiert. „Das Gesamtpaket stimmt einfach“, lobt Mareike Philipps (31), die vor 13 Jahren als „Steghelferin“ angefangen hat. Gestartet wird in den Kategorien „Sport“, das sind Profis, die regelmäßig trainieren, „Fun Sport“, oft Betriebssportgruppen, und „Fun Fun“. Hier steht der Spaß, nicht das Ergebnis im Vordergrund wie bei den „Happy Hippos“, dem Team der Deutschen Hypo. Hauke Sander (37) macht schon zum dritten Mal mit. Ganz egal sei es auch nicht, wo man lande, sagt er: „Wenn einen erstmal das Fieber gepackt hat, will man auch gut abschneiden.“ Seine Freundin Agatha Gil (32) schätzt auch die „Festival-Atmosphäre“ am Uferrand, wo die Teams das gesamte Wochenende zelten. „Wann kann man das schon mal?“, fragt Vereinsvorsitzender Seemann, „zelten und grillen am Maschsee, das geht nur bei unserem Festival.“

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Von Saskia Döhner

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