MHH

600.000 Euro für Krebsstation

Kinderkrebsklinik profitiert von privaten Spenden.

Kinderkrebsklinik profitiert von privaten Spenden.

Hannover. Der Verein für krebskranke Kinder Hannover wird der MHH für das Jahr 2019 erneut eine hohe sechsstellige Summe spenden. 600.000 Euro stehen der Kinderkrebsstation zur Verfügung, um zusätzliche Stellen zu finanzieren, die über das eigentliche Budget der landeseigenen Klinik hinausgehen oder im Pflegeschlüssel nicht existieren. Mit dem Geld werden etwa zwei Vollzeitstellen für Fachärzte geschaffen, um Arbeitsverdichtung aufzufangen. Dazu kommen mehrere Vollzeitstellen für examiniertes Pflegepersonal, um die Palliativversorgung zu unterstützen. Sportwissenschaftler für Bewegungstherapien, Sozialpädagogin sowie eine Schwesternhelferin werden ebenfalls vom Verein finanziert.

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Das Geld stammt nach Auskunft des Vereins aus privaten Spenden, gesammelt bei Geburtstagen, überwiesen von Einzelspendern mit persönlichem Bezug zur Krebsstation oder hereingekommen über Aufrufe in Todesanzeigen. Großspender, etwa Konzerne, gebe es nicht. „Aufgrund engagierter Spender und Unterstützer sind wir seit mehr als 20 Jahren in der glücklichen Lage, die Personalsituation auf der kinderonkologischen Station der MHH so stabil zu halten, dass die Klinikleitung den für die Kinder lebensnotwendigen Anforderungen gerecht werden kann“, sagte die Vorsitzende Bärbel Dütemeyer am Dienstag. Der Verein besteht seit 1984 und unterstützte in der Vergangenheit auch die Ausstattung der Kinderkrebsstation und die kostenlose Unterbringung von Eltern in direkter Nähe ihrer schwerkranken Kinder.

Für Professor Christian Kratz, Klinikleiter für pädiatrische Hämatologie und Onkologie, ist die jährliche Spende von großer Bedeutung. „Die Krankenkassen finanzieren uns nicht so, wie es für eine optimale Behandlung notwendig wäre, die Hilfe des Vereins ist uns deshalb eine sehr große Hilfe.“ Mit den zusätzlich geschaffenen Stellen könne die Klinik nicht nur die medizinische Behandlung der Patienten, sondern auch die aufwendige soziale Betreuung und die Forschung verbessern.

Von Gunnar Menkens

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