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Kreuz Hannover-Buchholz

Zwei Verletzte bei Lkw-Karambolage auf A2

Mehrere Lkw waren an dem Unfall beteiligt. Die A2 musste gesperrt werden.

Mehrere Lkw waren an dem Unfall beteiligt. Die A2 musste gesperrt werden.

Hannover.Bei einem schweren Unfall auf der A2 Richtung Dortmund sind am Dienstagmorgen fünf Lastwagen sowie zwei Autos zusammengestoßen. Der Unfall ereignete sich gegen 9.15 Uhr zwischen den Kreuzen Hannover-Ost und Buchholz. „Ein 37-jähriger Lkw-Fahrer übersah offenbar ein Stauende und fuhr auf den vor ihm bremsenden Sattelzug auf“, sagt Polizeisprecher André Puiu. Der hintere Fahrer wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt, eine 21-jährige Autofahrerin erlitt leichte Verletzungen. Immer wieder kommt es auf der A 2 zu schweren Lkw-Unfällen.

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Während sich nahezu alle Unfallbeteiligten aus eigener Kraft befreien konnten, musste der 37-Jährige von der Feuerwehr aus dem Wrack geschnitten werden. Noch bevor er aus dem Führerhaus geschnitten werden konnte, musste der Fahrer durch die Besatzung des Rettungshubschraubers „Christoph 4“ medizinisch betreut werden. „Ein Rettungswagen brachte ihn schwerverletzt in eine Klinik“, sagt Puiu. Der Autotransporter hatte mehrere Neuwagen geladen. Auch die 21-Jährige kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.

Aufgrund der Dimension des Lkw-Unfalls schickte die Feuerwehr auch mehrere speziell für solche Einsätze ausgestattete Fahrzeuge und einen Kran zur A 2. „Sie waren vor Ort aber glücklicherweise nicht erforderlich“, sagt Gianni Hilliger, Sprecher der Berufsfeuerwehr Hannover. Es seien lediglich Betriebsstoffe ausgelaufen, die mit Ölbindemittel abgestreut wurden. Die Autobahn blieb bis etwa 10.45 Uhr komplett gesperrt, anschließend wurde Verkehr bis in den Nachmittag einspurig am Unfallort vorbeigeleitet. Der Gesamtschaden wird auf 350 000 Euro geschätzt.

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Während der Rettungsarbeiten musste die Autobahn 2 in Richtung Dortmund für eineinhalb Stunden komplett gesperrt werden. Kilometerlange Staus waren die Folge. "Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen", sagt Polizeisprecher Puiu. Auch die Feuerwehr Hämelerwald bekam die Auswirkungen der Vollsperrung zu spüren. Die ehrenamtlichen Helfer mussten vormittags zu einem Feuer in einer Fleischerei im Lehrter Ortsteil Aligse anrücken und brauchten deutlich länger zum Einsatzort. Aufgrund der gesperrten Autobahn wichen viele Autofahrer auf die Straßen im Umland aus und sorgten auch dort für Staus.

Erst Ende Oktober waren zwischen Wunstorf-Luthe und Garbsen drei Lastwagen in Richtung Berlin zusammengestoßen, als der vorderste bremsen musste. Die drei Trucker wurden leicht verletzt. Zwischen Hämelerwald und Peine kollidierten im Juni drei Lastwagen, zwei gingen in Flammen auf und ein Fahrer kam dabei ums Leben. Nur wenige Stunden später prallte ein weiterer Sattelzug ins Stauende und schob einen weiteren Lkw gegen ein Auto. Die drei Fahrer wurden zum Teil schwer verletzt. Grund für die vielen Unfälle sind die Baustellen auf der Autobahn. Die Lkw-Fahrer übersehen oft das Stauende. 2016 registrierte die Polizei Hannover 1223 Unfälle auf der A 2 mit Lkw-Beteiligung – 14,4 Prozent mehr als im Jahr davor.

Von frs/pah

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