Linden-Süd

Ahrbergviertel feiert spanische Fiesta

Die bunte Feier ist im Sommer ein (kulinarisches) Highlight im Stadtbezirk.

Die bunte Feier ist im Sommer ein (kulinarisches) Highlight im Stadtbezirk.

Hannover. Der Dampf aus der riesigen Paella-Pfanne und der Rauch der Holzkohle hängen schwer zwischen den Häuserwänden. Der Duft von gegrillten Sardinen, Chorizowurst und Steak liegt in der Luft. Leidenschaftliche Flamenco-Musik und - später am Abend - feurige Latino-Rhythmen weckten am Sonnabend beim Deutsch-Spanischen Fest im Ahrbergviertel wehmütige Erinnerungen an den letzten Spanienurlaub.

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Lindens Süden ist dafür bekannt, das spanischste Viertel Hannovers zu sein. Die Dichte an spanischen Restaurants ist vermutlich auch im landesweiten Vergleich durchaus beachtlich. Schließlich begann die Geschichte der Spanier in Linden bereits Anfang der sechziger Jahre. Gastarbeiter aus der nordwestspanischen Gegend Galicien waren die ersten ausländischen Arbeiter, die nach Hannover zogen. Die Hanomag unterhielt damals ein eigenes Anwerbebüro in Galicien. Und heute befindet sich der galicische Kulturverein Centro Galego am Plaza de Rosalia, dem zentralen Platz im Ahrbergviertel.

Auch wenn die Nachfahren der ehemaligen Gastarbeiter längst in ganz Hannover zu Hause sind, ist dort noch immer spanisches Flair zu spüren. Und wenigstens zweimal im Jahr auch zu riechen und zu hören: Jedes Jahr im Mai und Juli veranstalten die Bewohner des Viertels mit der spanischen Gastronomie im Quartier ein internationales Fest auf dem Gelände der ehemaligen Wurstfabrik am Deisterkreisel. Die bunte Feier ist im Sommer ein (kulinarisches) Highlight im Stadtbezirk. Dicht gedrängt, feierten die Festgemeinschaft am Sonnabend bis in den späten Abend hinein.

Nicht nur die Spanier in Linden-Süd können auf eine bewegte Geschichte im Stadtteil zurückblicken. Auch die Anwohner des Ahrbergviertels haben sich auf ihre Weise gut integriert in den Stadtteil. Um das Jahr 2000 herum wurde das ehemalige Fabrikgelände der 1912 erbauten Wurstfabrik Fritz Ahrberg zu neuem Leben erweckt. In dem früheren Maschinenraum ist heute ein Kunstatelier untergebracht. Unter dem Glasdach des Kesselhauses entstanden Loftwohnungen, und in den ehemaligen Produktionsräumen befindet sich heute ein Mix aus Wohnen, Gewerbe und Freizeit. Durch die jährlichen Feste demonstrieren die Anwohner gemeinsam mit der spanischen Gemeinschaft jedes Jahr aufs Neue ihre Verbundenheit zur eigenen Geschichte, die längst ein Teil der Stadtteilgeschichte geworden ist.

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Mario Moers

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