Kronzeugenaussage

Anwalt: „Herr Hanebuth bestreitet alle Vorwürfe“

Foto: Philip Beckmann, Anwalt aus Hanebuths Verteidigerteam.

Philip Beckmann, Anwalt aus Hanebuths Verteidigerteam.

Hannover. Philip Beckmann im Gespräch mit der HAZ.

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Herr Beckmann, wird es nach den Aussagen des Kieler Kronzeugen eng für Ihren Mandanten Hanebuth?

Wir kennen weder die Aussage aus dem heutigen Prozess wortwörtlich, noch haben wir bislang Akteneinsicht in dem gegen Herrn Hanebuth gerichteten Ermittlungsverfahren erhalten. Aus unserer Sicht hat der Zeuge aber vor Gericht prinzipiell nichts Neues gesagt. Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass an den Vorwürfen nichts dran ist – dementsprechend sind wir gelassen.

Immerhin hat er Frank Hanebuth einen Mordauftrag zugesprochen. Ist das nicht wesentlich mehr als wir bislang wussten?

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Nein, denn die wie auch immer geartete Beteiligung an einem Mord, wenn es diesen überhaupt gegeben hat, denn eine Leiche ist ja bis heute nicht gefunden worden, stand von Anfang an im Raum.

Wie hat Ihr Mandant reagiert?

Herr Hanebuth hat uns erneut versichert, dass er den angeb­lichen Kronzeugen aus Kiel nicht kennt. Er bestreitet sämtliche gegen ihn erhobenen Vorwürfe.

Der Zeuge sagt, der Mordauftrag sei erteilt worden, weil der seit zwei Jahren vermisste Türke Tekin Bicer Ihrem Mandanten auch in Hannover geschäftlich in die Quere gekommen sein soll. Ist das richtig?

Unser Mandant hat uns versichert, dass er den vermissten türkischen Staatsbürger überhaupt nicht kennt. Er hat keine Erklärung dafür, wie der Belastungszeuge zu diesen Aussagen kommt.

Haben Sie denn eine Erklärung für die Vorwürfe?

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Eins ist doch klar: Wer ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen werden möchte, muss den Ermittlern ordentlich was liefern. Uns ist aktuell unverständlich, wie man diesem aus unserer Sicht unglaubwürdigen Zeugen eine derartige Glaubwürdigkeit beimessen kann.

Werden Sie gegen diese Aussagen nun juristisch vor­gehen?

Nein. Wenn die Staatsanwaltschaft Zweifel an der Richtigkeit seiner Aussage bekommen sollte, wird sie eigene Schritte einleiten – das ist das übliche justizförmliche Verfahren.

r.

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