Zoo Hannover

Ausstellung dreht sich um Müll im Meer

Ein trauriges Bild – zum Glück ist es in diesem Fall gestellt.

Ein trauriges Bild – zum Glück ist es in diesem Fall gestellt.

Hannover. Ein Diorama zeigt eine Robbe, gefangen in einem treibenden Netz. Auf einem anderen kann man sehen, wie Scherben und Plastikteile einen Strand verschmutzen. Es gibt die Bildergeschichte von Mia, die im Kindesalter eine Folie wegwirft. Diese landet in einem Fluss, dann im Meer, schließlich im Magen einer Schildkröte, die daran verendet. Noch 50 Jahre später befinden sich Teile der Folie im Wasser. Zu sehen ist das alles im Zoo, der unter dem ausgesprochen doppeldeutigen Titel „Meer Müll“ dem Thema eine Dauerausstellung gewidmet hat.

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Zoogeschäftsführer Andreas Casdorff, Artenschutzreferentin Kathrin Röper und Wissenschaftler Torsten Schlurmann bei der Ausstellungseröffnung

Zoogeschäftsführer Andreas Casdorff, Artenschutzreferentin Kathrin Röper und Wissenschaftler Torsten Schlurmann bei der Ausstellungseröffnung.

Ein Strandbild der unromantischen Art

Ein Strandbild der unromantischen Art.

„Jährlich landen bis zu 12,7 Millionen Tonnen Müll im Meer“, sagt Kathrin Röper, Artenschutzreferentin im Zoo. Nur ein Bruchteil davon bleibe an der Oberfläche; was der große Rest anrichte, wisse man noch gar nicht im Detail. Röper hat die Ausstellung geplant. Wissenschaftliche Unterstützung leistete Prof. Torsten Schlurmann vom Ludwig-Franzius-Institut für Wasserbau und Küsteningenieurwesen der Leibniz-Universität. „Das Problem ist erkannt; und es wird derzeit viel geforscht. Beinahe wöchentlich gibt es neue Erkenntnisse“, sagt der Wissenschaftler. Dies werde dazu führen, dass sich die Ausstellung im Lauf der Zeit verändert.

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Der Zoo baut seit einiger Zeit sein Angebot in der Umweltbildung kontinuierlich aus. „Mit dem Thema Meeresverschmutzung vor allem durch Plastik beschäftigen wir uns schon länger“, sagt Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff. So ist dann die interaktive Ausstellung entstanden, die sinnigerweise im Lagerraum des gestrandeten Schiffes Yukon Queen in der Polarlandschaft Yukon Bay zu finden ist.

Die einzelnen Stationen der Ausstellung sind in Kisten und Paletten untergebracht. Besucher können lesen, ein Quiz lösen, per Knopfdruck Animationen in Gang setzen, Filme anschauen oder durch Fernrohre gucken. Das Ziel: Ein spielerischer und auch kindgerechter Umgang mit einer komplexen Thematik. „Wir wollen Möglichkeiten zum Handeln aufzeigen, und wir wollen auch, dass unsere Besucher über diese Dinge diskutieren“, sagt Casdorff.

Von Bernd Haase

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