Linden-Mitte

Babyboom im Mietshaus

Die Mehrfamilienhausgemeinschaft aus der Kirchstraße: Philipp Puttins (von links), Oliver und Catherine Seegers mit Oscar, Dana Hintsche, Alexandra Bauer mit Nele, Wolfgang Jacques und Uli Hintsche.

Die Mehrfamilienhausgemeinschaft aus der Kirchstraße: Philipp Puttins (von links), Oliver und Catherine Seegers mit Oscar, Dana Hintsche, Alexandra Bauer mit Nele, Wolfgang Jacques und Uli Hintsche.

Linden. Die kleine Nele, deren Mutter Alexandra Bauer sie vorsichtig im Arm hält, hat Mitte Juni mit ihrer Geburt den Reigen eröffnet.

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Für ein normales Mietshaus ist so ein Geburtensegen ungewöhnlich. „Also, geplant haben wir das nicht“, sagt Dana Hintsche, eine der werdenden Mütter. Und Nele ist beileibe nicht das erste Kind in der Kirchstraße 6. Da gibt es noch den 14 Monate alten Oscar von Catherine und Oliver Seegers und die zweijährige Merle, die gerne mit den beiden Dreijährigen Otis und Franziska spielt. Nur der 15-jährige William fällt angesichts all der Kleinkinder deutlich aus der Reihe.

„Die Babyphones haben wir bisher schon quer durchgereicht. Diese Art von Nachbarschaft hätte ich mitten in der Großstadt nicht erwartet“, sagt Uli Hintsche. Vermieterin Birgit Kampmann freut sich über ihr „unglaublich fruchtbares Haus“. Sie und ihr Ehemann Jörg hatten erst im Mai vor dem bevorstehenden sehr lokalen Babyboom erfahren. „Und dann mussten wir schnell in die Eisen gehen, denn so viele Kinderwagen passen gar nicht in den Hausflur.“

Gemeinsam mit den Mietern war bald eine Lösung gefunden: Zimmermann Philipp Puttins, der selbst im Haus wohnt, baute im Hinterhof eine ganze Zeile von Kinderwagengaragen. Natürlich auch im eigenen Interesse: Seine Frau Antje erwartete Zwillinge, die vergangene Woche etwas vorschnell auf die Welt gekommen sind. Neben den Hintsches sind jetzt nur noch Wolfgang und Katrin Jacques in der Warteschleife. Und die Kampmanns, die ihr Mietshaus erst vor acht Jahren erwarben, fiebern bei allen mit.

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Wolfgang Jacques hat dazu seine eigene Theorie entwickelt. „Die Kampmanns suchen sich ja ihre Mieter aus.“ Die Vermieter seien sehr familienorientiert, meint auch Uli Hintsche. Doch ein wenig hellseherische Fähigkeiten scheinen auch im Spiel zu sein: Fast alle Mieter ziehen als Pärchen ohne Kinder ein und mit Kindern wieder aus. Denn die 3,5-Zimmer-Wohnungen werden den Familien meist ab einer gewissen Kinderzahl irgendwann zu eng.

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