Nach Hygieneskandal

Bäcker Gaues verkauft mehrere Filialen

Foto: Das Geschäft „Broterbe Gaues“ in der Straße Großer Hillen.

Das Geschäft „Broterbe Gaues“ in der Straße Großer Hillen.

Hannover. Die zwei Verkaufsstellen in der Südstadt hat er an den hannoverschen Fotografen Boris Kaune verkauft, das Geschäft „Broterbe Gaues“ in der Straße Großer Hillen in Kirchrode betreibt seit der Eröffnung Mitte April der Bruder von Boris Kaune, Olaf Kaune. Nach dessen Angaben ist Gaues für die Verkaufsstellen in der Lister Meile und in Ledeburg sowie für ein Hamburger Geschäft weiterhin selbst verantwortlich. Der Bäckermeister wollte sich zu diesem Thema nicht äußern.

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„Wir werden aus der Bäckerei von Gaues beliefert“, berichtete Olaf Kaune, der mit seinen Fernsehbeiträgen für den NDR bekannt geworden war. Nach den Regeln des Rundfunksenders musste er nach 15 Jahren als freier Mitarbeiter dort aufhören. „Da habe ich mir ein zweites Standbein gesucht“, berichtete er. Gaues hatte er durch seine Berichte kennengelernt.

Bäckermeister Gaues ist unterdessen dabei, in Isernhagen auf einem ehemaligen Molkereigelände eine neue Produktionsstätte aufzubauen. Von dort aus soll dann die wachsende Zahl von Filialen mit den Backwaren beliefert werden.
Auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten für seine Backstube war Gaues auch mit Hannovers Hells-Angels-Chef Frank Hanebuth in Verhandlungen getreten. Hanebuth hatte seinem langjährigen Bekannten – Gaues feierte gerne am Steintor und ließ sich im März auch für das Programmheftchen des Rotlichviertels ablichten – eine leer stehende Halle in unmittelbarer Nähe der FKK-Villa am Tönniesberg zum Kauf angeboten. Doch das Geschäft kam nicht zustande. "Er hatte plötzlich das Gelände in Isernhagen entdeckt, das günstiger für ihn war", sagte Hanebuth.

Gaues hatte sich als „Prominentenbäcker“ einen Namen gemacht und damit geworben, unter anderem das Bundespräsidialamt, Fernsehkoch Johann Lafer und das Berliner Luxushotel Adlon zu beliefern. Aber nach und nach hatte er immer mehr seiner prominenten Kunden verloren. Das lag teilweise auch daran, dass Lebensmittelkontrolleure Ende Februar die Backstube wegen mangelnder Hygiene für einige Stunden geschlossen hatten. Unter anderem ging es um Schmutz, Schimmelbefall und Ungeziefer. Wegen Verstoßes gegen das Lebensmittelgesetz wurde die Inhaberin der Bäckerei, Gaues Ehefrau Elisabeth, vor dem Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 14.000 Euro verurteilt. Mittlerweile gebe es keine Auffälligkeiten in der Backstube von Gaues mehr, berichtete Stadtsprecher Udo Möller.

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Mathias Klein und Tobias Morchner

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