Vor den Augen der Polizei

Betrunkener BMW-Fahrer schießt auf Rollerfahrerin

Die Zivilstreife der Polizei stand zufällig daneben, als der 48-Jährige auf die Rollerfahrerin schoss.

Die Zivilstreife der Polizei stand zufällig daneben, als der 48-Jährige auf die Rollerfahrerin schoss.

Hannover. Ein Betrunkener hat am Montagabend mitten in Hannovers City mit einer Schreckschusspistole auf eine Rollerfahrerin geschossen. Der 48-Jährige saß dabei am Steuer eines BMW-Geländewagens, durch Zufall stand eine Zivilstreife der Polizei neben ihm an der Ampel. Nach kurzer Verfolgungsjagd über den Westschnellweg stoppten die Beamten den Mann in Limmer. Die Beamten beschlagnahmten den Führerschein und die Waffe.

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Der Vorfall ereignete sich gegen 18.15 Uhr an der Kreuzung von Brühlstraße und Königsworther Straße. Der Fahrer des X4 stand an der roten Ampel, links neben ihm stand die Piaggio-Fahrerin. „Der Mann ließ das Fenster herunter, und es kam zum Streit zwischen den Personen“, sagt Behördensprecher Mirco Nowak. „Es ging offenbar um die Fahrweise.“ Die Polizisten im Zivilwagen standen auf der linken Spur und konnten die Szenerie beobachten.

Mann zielt auf die Beine der Rollerfahrerin

Während des Wortgefechts habe der 48-Jährige dann eine Schreckschusspistole in der Hand gehalten „und gab einen Schuss in Richtung der Beine der Rollerfahrerin ab“, sagt Nowak. Die 41-Jährige wurde glücklicherweise nicht verletzt, der BMW X4 fuhr nach dem Abfeuern in Richtung Westschnellweg davon. Nowak: „Die Zivilstreife nahm sofort die Verfolgung auf.“ Passanten betreuten die Rollerfahrerin bis zum Eintreffen weiterer Einsatzkräfte.

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Die Verfolgungsjagd zog sich auf dem Bremer Damm und Westschnellweg über knapp drei Kilometer hin. Gemeinsam mit einem hinzugezogenen Streifenwagen stoppte die Beamten den BMW an der Wunstorfer Straße. „Der Fahrer wurde widerstandslos festgenommen“, sagt Nowak. Daneben saß die 19-jährige Tochter des Mannes an Bord des SUV. Die Schreckschusspistole wurde beschlagnahmt.

Betrunken und unter Medikamenteneinfluss

Der Atemalkoholtest beim 48-Jährigen ergab einen Wert von 1,15 Promille. Zusätzlich bestand laut Nowak der Verdacht, „dass der Mann Medikamente eingenommen haben könnte“. Ein Arzt entnahm eine Blutprobe, gleichzeitig nahmen die Beamten dem 48-Jährigen den Führerschein weg. Dem Mann werden nun neben Trunkenheit im Straßenverkehr versuchte gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte der 48-Jährige das Revier wieder verlassen – zu Fuß.

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Von Peer Hellerling

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