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Sprengung nach 13 Stunden

Blindgänger bringt Misburg um den Schlaf

Rund 520 Helfer von Feuerwehr, Polizei und Hilfsdiensten sind im Einsatz.

Rund 520 Helfer von Feuerwehr, Polizei und Hilfsdiensten waren im Einsatz.

03.22 Uhr: Die Bombe ist erfolgreich gesprengt, Misburg atmet auf und darf wieder ins Bett. Wir verabschieden uns aus dem Ticker und wünschen allen Lesern eine Gute Nacht!

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03.20 Uhr: Hier noch ein Bild des erfolgreichen Sprengmeisters Marcus Rausch.

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03.06 Uhr: Von wegen Nachtruhe in Misburg-Nord: Hunderte Bewohner wollen auf einen Schlag zurück in ihre Wohnungen. Entsprechend voll sind die Straßen, weil viele mit dem Auto das Sperrgebiet verlassen hatten.

02.58 Uhr: Da ist die erlösende Nachricht: Die Bewohner dürfen ab sofort in ihre Wohnungen zurück.

02.54 Uhr: Jetzt ist es offiziell: Die Bombe wurde um 2.42 Uhr erfolgreich gesprengt. Der Bereich ist aber noch nicht freigegeben, derzeit läuft noch die Erkundung.

02.47 Uhr: An der Sammelstelle haben viele Betroffene den Knall gehört, die Ersten wollen bereits zurück in das Sperrgebiet. Die Feuerwehr hat aber bislang aber noch keine Entwarnung gegeben.

02.42 Uhr: Ein dumpfer Knall, der in ganz Hannover zur hören war. Bislang gibt es noch KEINE offizielle Info der Feuerwehr.

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02.37 Uhr: Da wir vermehrt Nachfragen bekommen haben, warum die Bombenräumung heute so lange dauert: Die Experten gehen bei einer Entschärfung oder Sprengung immer auf Nummer sicher. Die Bomben sind noch immer gefährlich – wie gefährlich hat auf tragische Weise vor vier Jahren die Bombenräumung mit drei Toten in Göttingen gezeigt.

02.23 Uhr: Wir haben nochmal mit der Feuerwehr gesprochen. Die sogenannte Verbauung der Sprengstelle ist abgeschlossen, allerdings sind noch nicht alle Bigpacks mit Wasser gefüllt. Die Experten gehen wohl auch deshalb auf Nummer sicher, weil in den vergangenen Wochen nicht weit vom Fundort entfernt mehrere Neubauten hochgezogen worden sind. Diese will man mithilfe der Bigpacks schützen.

02.15 Uhr: Leider noch keine neuen Infos. Deshalb verlinken wir an dieser Stelle unsere Chronologie der Bombenräumungen in Hannover.

01.55 Uhr: Da wir noch keine Neuigkeiten von der Einsatzleitung bekommen haben, gibt es an dieser Stelle ein paar Hintergrundinformationen zu Blindgängern in Hannover. Was viele nicht wissen: Jede zehnte über Hannover abgeworfene Bombe wurde zum Blindgänger.

01.39 Uhr: Blindgänger sind übrigens nicht nur ein Problem in der Stadt, sondern auch in der Region Hannover. In Langenhagen hat sich erst vor wenigen Tagen die Ratspolitik mit dem Erbe des Zweiten Weltkriegs beschäftigt. Dort soll ein verbindlicher Beschluss her, der die Kostenverteilung regelt – zulasten der Stadtkasse. Nach dem Motto: Für Altlasten soll die Allgemeinheit zur Kasse gebeten werden. Auch wenn grundsätzlich der Grundeigentümer verantwortlich ist. Mehr dazu gibt es hier.

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01.33 Uhr: Die Feuerwehr hat uns eben mitgeteilt, dass sie mit einer Sprengung in etwa 30 Minuten rechnet. Derzeit "verbauen" die Einsatzkräfte den Bereich um die Bombe: Rund um den Blindgänger werden Strohballen und sogenannte Bigpacks, also mit Wasser gefüllte Kunststoffbehälter, platziert. Diese sollen die Energie der Sprengung eindämmen – und wurden in Hannover bereits mehrfach und erfolgreich eingesetzt.

01.16 Uhr: Hannover hat Routine bei Bombenräumungen, ermüdend ist es aber jedes Mal aufs Neue. An alle Helfer und Betroffenen: Durchhalten – und drücken wir die Daumen, dass alles gut läuft.

01.08 Uhr: Schlechte Nachrichten von der Feuerwehr: Eine Entschärfung der Bombe ist nicht möglich, der Blindgänger muss gesprengt werden. Es wird wohl eine noch längere Nacht.

01.01 Uhr: Zwei Bombenfunde binnen zehn Tage auf ein und demselben Gebiet? Das dürfte in kommenden Tagen Fragen nach der Wiederaufnahme der systematischen Blindgängersuche durch das Land Niedersachsen aufwerfen, die 2012 von der damaligen Landesregierung abgeschafft worden war. Was meinen Sie? Stimmen Sie ab in unserer Umfrage.

00.46 Uhr: Am Schulzentrum Misburg herrscht auch weit nach Mitternacht Betrieb. Hunderte Menschen warten an der Sammelstelle auf die erlösende Nachricht, dass sie wieder nach Hause dürfen.

00.38 Uhr: Noch haben wir keine Informationen darüber, ob die Bombe entschärft werden kann oder vor Ort kontrolliert gesprengt werden muss.

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00.26 Uhr: So schnell kann es gehen: Die Feuerwehr hat eben mitgeteilt, dass die Evakuierung abgeschlossen wurde und Sicherheit hergestellt ist. Jetzt beginnen die Entschärfer mit ihrer Arbeit.

00.23 Uhr: Es heißt weiter: Warten. In dem Evakuierungsgebiet ist noch keine Sicherheit hergestellt, wie es in der Sprache der Einsatzkräfte heißt. Erst wenn der Polizeihubschrauber "Phoenix" das Gebiet überfolgen hat und keine Menschen mehr auffinden konnte, gibt die Einsatzleitung grünes Licht für die Entschärfer.

00.09 Uhr: Eben kam eine Info der Feuerwehr zu den Unwettereinsätzen. Wegen des Starkregens ist die Feuerwehr zu insgesamt zehn Einsätzen in Waldheim, Wülfel und Mittelfeld ausgerückt. Vor allem in der Dorfstraße in Wülfel und dem Wülferoder Weg in Mittelfeld wurden Keller und Garagen überflutet. Neben der Berufsfeuerwehr waren auch die Ortsfeuerwehren Bornum, Ricklingen und Badenstedt im Einsatz. Unter anderem pumpten sie den Fahrstuhlschacht eines Seniorenwohnheimes in Mittelfeld aus, in Wülfel musste in einem Gewerbebetrieb eine ölhaltige Flüssigkeit aufgefangen werden.

23.56 Uhr: Wie gelassen die Experten des Kampfmittelräumdienstes sind, zeigt die Antwort der Einsatzleitung auf die Frage, ob der Regen und die Unwetterwarnung die Entschärfung beeinflussen könnten. Zitat: "Der Untergrund ist zwar schlammig, aber das ist kein Problem." Die Männer haben Nerven!

23.49 Uhr: Doppelbelastung für die Feuerwehren im Stadtgebiet: Zusätzlich zur Berufsfeuerwehr sind derzeit 12 (!) von 17 Ortswehren im Einsatz, die neben der Bombenräumung auch zahlreiche Einsätze wegen des Unwetters abarbeiten müssen. "Wir sind darauf vorbereitet, schließlich muss auch bei einer Bombenräumung das Tagesgeschäft weiter gehen", sagt Pressesprecher Michael Hintz.

23.40 Uhr: Neue Infos von der Feuerwehr: Die Evakuierung läuft laut Sprecher Michael Hintz weiterhin reibungslos und ist jetzt in der Endphase. Die Einsatzkräfte peilen an, gegen Mitternacht die Evakuierung abgeschlossen zu haben. Anders als bei früheren Räumungen zum Beispiel in der Innenstadt im vorigen Sommer gab es bisher keine nennenswerten Probleme. Hintz lobt die Misburger – zum wiederholten Male an diesem Abend.

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23.33 Uhr: Auch das noch: Unserem Fotografen ist bei dem Dauerregen die Kamera abgesoffen. Leider können wir derzeit keine aktuellen Bilder liefern.

23.29 Uhr: Leider haben wir keine genauen Informationen, wie lange die Evakuierung noch dauern wird. Unser letzter Stand ist: Alles im Plan. Das hieße, gegen Mitternacht könnte das Gebiet geräumt sein. Bis allerdings die Entschärfer wirklich an die Arbeit gehen können, dürfte es noch dauern. Die Feuerwehr will jeden Zweifel ausräumen, dass sich noch Menschen in dem Gebiet befinden. "Sicherheit ist für uns Sicherheit", sagt Feuerwehr-Sprecher Michael Hintz.

23.16 Uhr: An der Fundstelle der Bombe hat die Feuerwehr Pumpen aufgestellt. Sie sollen verhindern, dass das Loch, in dem sich die Bombe befindet, voll Wasser läuft. Mobile Lichtmasten erhellen das Gebiet rund um den Fundort.

23.05 Uhr: So sieht derzeit die Warnkarte des DWD aus. Leider haben wir keine genauen Informationen über Einsätze im Stadtgebiet von Hannover, weil die Einsätze parallel zur Evakuierung ablaufen. Wir wissen nur, dass die südlichen Stadtteile besonders vom Starkregen betroffen sein soll.

22.54 Uhr: Alles andere als beruhigende Nachrichten kommen gerade vom Deutschen Wetterdienst (DWD): Der hat eine amtliche Unwetterwarnung für die Region Hannover herausgegeben. Von 23 Uhr bis morgen 5 Uhr ist mit heftigem Starkregen zu rechnen, Niederschlagsmengen um die 40 Liter pro Quadratmeter in sechs Stunden sind möglich.

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22.47 Uhr: Nachricht aus dem Umland: In Barsinghausen sind mehrere Keller voll Wasser gelaufen. Dort ist die Feuerwehr derzeit ordentlich gefordert.

22:40 Uhr: In einer weiteren Sammelstelle, die vor allem für Alten- und Pflegeheime eingerichtet wurde, sind bereits 170 Personen untergebracht worden.

Hannover -  Bombe  - Foto: Christian Elsner - Neue Presse / Hannoversche Allgemeine Zeitung                                                                   ! ! ! ACHTUNG - alle ZIVILEN Polizisten / Ermittler sowie Verletzte / Opfer sind durch PIXELN zwingend unkenntlich zu machen - ACHTUNG ! ! !

Hannover - Bombe - Foto: Christian Elsner - Neue Presse / Hannoversche Allgemeine Zeitung ! ! ! ACHTUNG - alle ZIVILEN Polizisten / Ermittler sowie Verletzte / Opfer sind durch PIXELN zwingend unkenntlich zu machen - ACHTUNG ! ! !

22:37 Uhr: Wegen starker Regenfälle mussten zehn Einsatzfahrzeuge in den südlichen Teil Hannovers und in der Region ausrücken. Dort sind mehrere Keller mit Wasser vollgelaufen. Die Ortsfeuerwehren übernehmen nun die Arbeiten, sodass sich die Berufsfeuerwehr voll und ganz der Bombenräumung widmen kann.

22.32 Uhr: Bislang läuft die Evakuierung nach Plan, berichtet der Pressesprecher der Feuerwehr Hannover, Michael Hintz. Die betroffenen Anwohner zeigen eine hohe Akzeptanz für den Einsatz.

22.27 Uhr: An der Sammelstelle im Schulzentrum Misburg treffen weitere Evakuierungsbusse und Krankentransporte ein. Die Sporthalle füllt sich. Die Malteser kochen fleißig Kartoffelsuppe und Hühnersuppe – ein Service, den die Wartenden gerne annehmen.

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22.21 Uhr: Bevor die Polizei das Gebiet für die Bombenentschärfer freigeben kann, wird erst der Polizeihubschrauber Phoenix über das Gelände fliegen. Mit einer Wärmebildkamera prüft die Polizei, ob sich noch Menschen in dem Sperrgebiet aufhalten.

22.13 Uhr: Die Polizei rechnet damit, dass die Evakuierung nicht vor Mitternacht abgeschlossen sein wird.

22.07 Uhr: Die Evakuierung läuft bislang reibungslos. Die Feuerwehr lobt das Verhalten der Anwohner: "Die Bewohner sind kooperativ und gut vorbereitet", sagt Sprecher Michael Hintz. Viele hatten ihre Wohnungen schon in Eigenriege verlassen.

21:46 Uhr: Eine Frage, die Betroffene auch heute Abend immer wieder stellen: Warum wird erst spät abends geräumt? Die Erklärung der Feuerwehr-Einsatzleitung: Bei der Sondierung wurde ein Teil der Bombe freigelegt. "Ein Aufschieben der Entschärfung wäre somit zu riskant", sagt Sprecher Michael Hintz. Zudem sei es für die Einsatzkräfte am Abend einfacher und sicherer, das Gebiet zu räumen. Zum einen gibt es keinen Berufsverkehr mehr, außerdem sind dann die meisten Leute zu Hause und können so über die bevorstehende Evakuierung informiert werden. Ein letzter Punkt: Die Evakuierung bedarf wegen der Alarmierung der Helfer einer mehrstündigen Vorlaufzeit, deshalb erstreckt sich die Räumung auch diesmal bis in die Nacht hinein.

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21.38 Uhr: Mittlerweile wurde der Betrieb auf dem Mittellandkanal eingestellt. Dort darf jetzt kein Schiff mehr durch das Evakuierungsgebiet fahren, das sich auch über den Kanal erstreckt.

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21.36 Uhr: Ein paar Zahlen zum Einsatz: Insgesamt sind 520 Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Hilfsdiensten im Einsatz. Bislang wurden 50 Krankentransporte durchgeführt.

21.30 Uhr: Das Seniorenzentrum Misburg ist entgegen erster Informationen doch noch nicht geräumt. Dort wohnen die meisten Senioren, die heute Abend mit einem Liegendtransport aus ihren Wohnungen gebracht werden müssen. Derzeit kommt es dort noch zu Verzögerungen bei der Evakuierung.

21.19 Uhr: Nachtrag zum letzten Eintrag: In der Sammelstelle befinden sich jetzt rund 350 Personen, die von den Maltesern betreut werden. Anders als bei Evakuierung vor zehn Tagen sind in der Turnhalle diesmal keine Seniorenheimbewohner untergebracht, die mit einem Liegendtransport aus ihren Wohnungen gebracht werden müssen. Sie werden in einer anderen Sammelstelle betreut.

21.12 Uhr: Die Sammelstelle füllt sich langsam. Insgesamt erwarten die Einsatzkräfte, dass sich rund zehn Prozent der Betroffenen, also etwa 800 Menschen, in der Turnhalle am Misburger Schulzentrum einfinden werden. Dort gibt es Verpflegung – und auch Platz zum Spielen für die Kinder.

21.07 Uhr: Wir haben bei der Feuerwehr wegen des Wetter und möglicher Auswirkungen auf den Einsatz nachgefragt. Sprecher Michael Hintz blickt zwar mit wachem Auge auf den Wetterbericht, es gebe es aber derzeit noch keinen Anlass zur Sorge. Problematischer könnte es höchstens werden, wenn eine Gewitterfront über das Stadtgebiet zieht und die Feuerwehr zum Beispiel Keller leer pumpen müsste. Für diesen Fall sei eine Reserve abgestellt. So sind neben der Berufsfeuerwehr auch zahlreiche Kräfte der Freiwilligen Wehren im Einsatz oder könnten im Notfall nachalarmiert werden.

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21.00 Uhr: Die Hannoversche Straße ist bereits jetzt menschenleer. Keine Autos stehen mehr am Straßenrand, fast nirgends brennt noch ein Licht. Die Misburger sind Bombenräumungen offensichtlich gewohnt und nehmen sie auch diesmal wieder einigermaßen gelassen hin.

20.56 Uhr: Die Evakuierung läuft seit wenigen Minuten an.

20.51 Uhr: In dem Radius, den die Feuerwehr evakuieren lässt, liegen auch sieben Alten- und Pflegeheime und ein Hospiz. Rund 240 Senioren sind von der Räumung betroffen, darunter auch mehrere Dutzend, die nur liegend transportiert werden können. Entsprechend viele Rettungswagen sind derzeit zusammengezogen worden.

20.40 Uhr: In Misburg-Nord hat es gerade angefangen zu regnen. Was das für die Entschärfung heute Abend bedeutet, darüber haben wir noch keine Infos.

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20.33 Uhr: Heute Abend ist in Misburg-Nord deutlich mehr los als bei der Bombenräumung vor zehn Tagen. Damals mussten 1500 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Diesmal ist der Radius jedoch doppelt so groß, weil die Bombe doppelt so schwer ist. Entsprechend groß ist heute auch das Aufgebot an Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und freiwilligen Helfern.

20.29 Uhr: Für den Transport in die Sammelstelle stehen kostenlos Busse bereit. Diese fahren den betroffenen Bereich ab. Personen können an folgenden Haltestellen zusteigen:
1. Betreuungstelle; 2. Meyers Garten; 3. Hannoversche Straße / Steinbruchstraße; 4. Am Seelberg / Am Alten Friedhof; 5. Anderter Straße / Ludwig-Jahn-Straße.

20.22 Uhr: Hier nochmals alle wichtigen Nummern: Gehbehinderte Personen können unter der Rufnummer 19222 einen Krankentransport anfordern. Für Fragen ist ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 0800 / 7 31 31 31 geschaltet. Wer nicht zu Freunden oder Bekannten ausweichen kann, findet in der Sporthalle des Schulzentrums Misburg in der Ludwig-Jahn-Straße eine Bleibe.

20.16 Uhr: Misburg-Nord dürfte heute eine rekordverdächtige Dichte an Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr aufweisen. Aus dem Stadtgebiet sind zahlreiche Einsatzkräfte zusammengezogen worden, und auch die Ortswehren helfen mit. An der Feuerwache Misburg machen sich gerade die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr für ihren Einsatz bereit.

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20.13 Uhr: Hannovers Feuerwehrchef Claus Lange ist vor Ort eingetroffen. Seine Einsatzkräfte haben zwar eine seit Jahren eingeübte Routine bei Bombenräumungen, doch auch diesmal will sich der Chef persönlich ein Bild von der Lage machen.

20.07 Uhr: Da es mehrfach von Lesern nachgefragt wurde, hier nochmal die Liste mit allen betroffenen Straßen.

20.04 Uhr: Ein kurzer Nachrichtenüberblick: Heute Mittag wurde an der Nienhagener Straße eine 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Der Blindgänger soll noch heute Abend entschärft werden, rund 8000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen. In den nächsten Minuten soll die Evakuierung des betroffenen Gebiets anlaufen. Hier die Karte mit dem Gebiet, das geräumt werden muss.

19.59 Uhr: Die Feuerwehr hat eben ihre mobile Einsatzleitung am Misburger Bad aufgebaut. Bei der Bombenräumung vor zehn Tagen war die Einsatzleitung noch in der Misburger Polizeiwache untergebracht, diese muss heute jedoch auch geräumt werden.

19.54 Uhr: Für den schnellen Überblick haben wir eine Übersicht zusammengestellt mit allen wichtigen Informationen zur Bombenräumung.

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19.50 Uhr: In wenigen Minuten beginnen die Einsatzlkräfte mit der Evakuierung des betroffenen Gebiets. Wir halten Sie an dieser Stelle bis in die Nacht hinein auf dem Laufenden.

ACHTUNG SPERRFRIST  ! ! !  ELSE gibt Freigabe ! ! ! Hannover -  Verdacht auf Fliegerbomben - Deurag Nerag - Misburg   - Foto: Christian Elsner - Neue Presse / Hannoversche Allgemeine Zeitung                                                                   ! ! ! ACHTUNG - alle ZIVILEN Polizisten / Ermittler sowie Verletzte / Opfer sind durch PIXELN zwingend unkenntlich zu machen - ACHTUNG ! ! !

ACHTUNG SPERRFRIST ! ! ! ELSE gibt Freigabe ! ! ! Hannover - Verdacht auf Fliegerbomben - Deurag Nerag - Misburg - Foto: Christian Elsner - Neue Presse / Hannoversche Allgemeine Zeitung ! ! ! ACHTUNG - alle ZIVILEN Polizisten / Ermittler sowie Verletzte / Opfer sind durch PIXELN zwingend unkenntlich zu machen - ACHTUNG ! ! !

Der Nachrichtenüberblick

Bei der Bombe handelt es sich um eine 250 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Blindgänger mit zwei Aufschlagzündern soll noch am Abend entschärft werden. Das Gebiet in einem Radius von 1000 Metern um die Fundstelle muss evakuiert werden. Rund 8000 Bürger müssen dann ihre Wohnung verlassen. Die Evakuierung wird erfahrungsgemäß mehrere Stunden andauern – erst wenn sich kein Bewohner mehr in dem Gebiet aufhält, können die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes mit der Entschärfung beginnen.

In dem Radius, den die Feuerwehr evakuieren lässt, liegen auch sieben Alten- und Pflegeheime und ein Hospiz. „Wir gehen davon aus, dass wir 240 Personen aus diesen Einrichtungen transportieren müssen, darunter 40 Menschen, die nur liegend aus dem Gefahrenbereich gebracht werden können“, sagt Feuerwehrsprecher Michael Hintz. 
Während der Entschärfung der Weltkriegsbombe muss auch der Schiffsverkehr auf dem Mittellandkanal und die Arbeiten in den Werken der Columbian Carbon GmbH und dem Entsorgungsbetrieb Tönsmeier in der Kreisstraße kurzzeitig unterbrochen werden. Zudem sind die Buslinien 124, 125 und 127 nach Angaben der üstra betroffen. Auch das Polizeikommissariat Misburg muss geräumt werden. „Die Aufgaben übernehmen in der Zeit die Kollegen aus anderen Dienststellen“, sagt ein Behördensprecher.

Für die Bewohner von Misburg-Nord ist es bereits die zweite Bombenräumung binnen kurzer Zeit. Erst Bereits vor zehn Tagen hatten Bauarbeiter eine 125 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Deurag-Nerag-Gelände. Nach dem Fund mussten am späten Abend des 18. Juli rund 1500 Einwohner ihre Häuser verlassen, erst nach Mitternacht war die Bombe erfolgreich entschärft.

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Misburg ist im Zweiten Weltkrieg wegen seiner vielen Industrieanlagen, wegen des Hafens und insbesondere wegen der großen Raffinerie besonders heftig von Fliegerbomben heimgesucht worden. Entsprechend viele Blindgänger werden dort immer noch gefunden. Ein Großteil des Deurag-Nerag-Geländes zwischen Mitellandkanal, Stichkanal und Anderter Straße ist derart tief im Erdreich mit Öl und Bombenresten verunreinigt, dass das gesamte Gelände seit Jahrzehnten aufgegeben ist. Dort hat sich eine busch- und waldartige Vegetation gebildet. Immer wieder gab es Pläne, das Gelände nutzbar zu machen, etwa für eine Internationale Gartenschau 2017 – doch unter anderem wegen der starken Vergiftung wurde stets Abstand genommen.

Für Hannover ist der Blindgängerfund der zweite in diesem Jahr. 2013 hatte es die spektakuläre Evakuierung der Altstadt gegeben, als neben dem Historischen Museum eine Fliegerbombe gefunden worden war. Im September dann mussten wegen einer Entschärfung in Vahrenwald 14 500 Menschen ihre Häuser verlassen. Bereits im Februar vergangenen Jahres waren 7500 Bewohner von Mittelfeld betroffen.

sbü/ska/frs/jki

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